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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 9.-13. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Herr Jacques.

Gilbert, entzückt über das Glück, das ihn in ſeinen verzweifelten Augenblicken ſtets eine Stütze ſinden ließ, ging voran, und wandte ſich von Zeit zu Zeit gegen den fremden Mann um, der ihn mit wenigen Worten ſo ge⸗ lehrig und geſchmeidig gemacht hatte. 4 Er führte ihn zu ſeinen Mooſen, herrliche Frauenhaar ſammelt hatte, ſetzte Pflanzen aufzuſuchen

welche in der That ſe waren. Als der Greis davon ge⸗ n ſie ſich wieder in Marſch, um neue

Gilbert war in der

Botanik viel weiter vorgerückt, als er ſelbſt glaubte. Mitten in den Wäldern geboren, kannte er wie Freundinn

nen aus der Kinderzeit alle Wald⸗ pflanzen; nur kannte er ſie unter ihrem gemeinen Namen. Wie er ſie ſo bezeichnete, nannte ihm ſein Gefährte die⸗ ſelben unter ihrem wiſſenſchaftlichen Namen, den Gilbert, wenn er eine Pflanze von derſelben Familie fand, zu wie⸗ derholen verſuchte. Mehrere Male verſtümmelte er den

Der Fremde ſetzte

griechiſchen oder lateiniſchen Namen. ihm denſelben auseinander, zeigte ihm den Zuſammenhang es Gegenſtandes mit dieſen erklärten Wörtern und Gil⸗ bert lernte ſo nicht allein den Namen der Pflanze, ſon⸗ dern auch die Bedeutung des griechiſchen oder lateini⸗ ſchen Wortes, mit dem Plinius, Linné oder Juſſien. dieſe Pflanze getauft. 8

Von Zeit zu Zeit ſagte er:

Welch ein Unglück, mein Herr, daß ich meine ſechs Sous nicht dadurch gewinnen kann, daß ich den ganzen ag hindurch Botanik mit Ihnen treibe! Ich ſchwoͤre Ihnen, ich würde nicht einen Augenblick ausruhen; und ich brauchte nicht einmal ſechs Sous; ein Stück Brod wie dasjenige, welches Sie dieſen Morgen hatten, würde meinem Appetit für den ganzen Tag genügen. Ich habe aus einer Quelle eben ſo gutes Waſſer getrunken, als in Taverney, und in der f

letzten Nacht ſchlief ich am Fuße Deukwürdigkeiten eines Arztes. III. 3