wenn ich noch weiter über den aufgeklärt würde, denn
„Es wäre mir lieber, Gegenſtand, der uns beſchäftigt, was ſoll ich Ihnen von mir, der ich nichts bin, ſagen,
mein Herr?“ „Und dann kennen Sie mich nicht und befürchten
vertraulich gegen einen Fremden zu ſein.“
„Oh! mein Herr, was kann ich von irgend Jemand in der Welt befürchten, und wer kann mich noch unglück⸗ licher machen, als ich bin? Erinnern Sie ſich, auf welche Weiſe ich vor Ihren Augen erſchien allein, arm und ausgehungert“
„Wohin wollten Sie gehen?“
„Nach Paris. Sie ſind Pariſer, mein Herr?“
„Ja, das heißt nein.“.
„Ahl welches von Beiden?“ fragte Gilbert lächelnd.
„Ich liebe es durchaus nicht, zu lügen, und bemerke jeden Augenblick, daß man überlegen muß, ehe man ſpricht. Ich bin Pariſer, wenn man unter Pariſer einen Menſchen verſteht, der ſeit langer Zeit in Paris wohnt und ein Pariſer Leben führt; doch ich bin nicht in dieſer Stadt geboren. Warum dieſe Frage?“
Sie ſtand in meinem Geiſte im Zuſammenhang mit dem Geſpräch, das wir ſo eben hatten, ich wollte ſagen, wenn Sie in Paris wohnen, ſo müſſen Sie Herrn Rouſſeau, von dem die Rede war, geſehen haben.“ 4
„Ich habe ihn in der That zuweilen geſehen.“
„Nicht wahr, man ſchaut ihn an, wenn er vorüber geht? Man bewundert ihn, man zeigt ihn ſich mit dem Finger als den Wohlthäter der Menſchheit?“
„Nein, die Kinder folgen ihm und werfen ihm, auf⸗ geſtachelt von ihren Eltern, Steine nach.“ 3 Ah! mein Gott!“ rief Gilbert mit einem ſchmerz⸗ lichen Erſtaunen; ver i*ſt doch wenigſtens reich?“
„Er fragt ſich zuweilen, wie Sie ſich dieſen Morgen fragten: Wo werde ich frühſtücken.“
„Doch ſo arm er auch ſein mag, ſo iſt er doch an⸗
geſehen, mächtig, geehrt.“


