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ſprangen, und der neugierige Hirſch, der auf ſeinen ſtählernen Spindeln einherſchritt, mitten in einer Allee ſtehen blieb, um den unbekannten Gegenſtand zu beſchauen, welcher unter einem Baume lag und ihm ſo ſchnell als möglich zu fliehen rieth.
Sobald ſich Gilbert erhoben hatte, fühlte er Hunger; er hatte, wie man ſich erinnert, nicht mit Zamore ſpeiſen wollen, ſo daß er ſeit ſeinem Frühſtück in den Manſarden von Verſailles nichts zu ſich genommen. Als er ſich un⸗ ter den Bögen eines Waldes wiederfand, er, der ſo uner⸗ ſchrocken die großen Forſten von Lothringen und Cham⸗ pagne durchmeſſen, glaubte er ſich noch unter den Baum⸗ gruppen von Taverney, oder in den Schlägen von Pierrefitte, erweckt durch die Morgenröthe, nach einem für Andrée unternommenen nächtlichen Anſtand.
Aber damals fand er ſtets in ſeiner Nähe ein durch den Hühnerruf überraſchtes Feldhuhn, einen Faſan, den er auf einem Aſte geſchoſſen, während er diesmal in ſeinem Bereiche nichts ſah, als ſeinen Hut, der, auf dem Wege bereits ſehr mißhandelt, durch die Feuchtigkeit des Mor⸗ gens beinahe ganz zu Grunde gerichtet worden war.
Es war alſo kein Traum, den er gemacht hatte, wie er Anfangs bei ſeinem Erwachen glaubte. Verſailles und Luciennes waren eine Wirklichkeit, von ſeinem triumpharti⸗ gen Einzuge in das eine, bis zu ſeiner raſchen Flucht aus dem andern.
Was ihn mehr noch zu der Wirklichkeit zurückführte, war ein Hunger, der immer mehr zunahm und folglich immer ſchmerzlicher wurde.
Maſchinenmäßig ſuchte er ſodann um ſich her die ſaf⸗ tigen Maulbeeren, die wilden Pflaumen, die krachenden Wurzeln ſeiner Wälder, deren Geſchmack, wenn auch her⸗ ber als der der Rübe, darum doch den Holzhauern, welche am Morgen, ihr Werkzeug auf dem Rücken, den Bezirk der Urbarmachung ſuchen, nicht minder angenehm iſt.
„Dooch abgeſehen davon, daß es noch nicht die Jahres⸗ zeit war, erblickte Gilbert um ſich her nur Eſchen, Ulmen,


