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dieſer Hinſicht äußerſt beluſtigend, waͤre den Contraſt, den Sie mit Allem dem,
es auch nur durch bilden werden.
was uns umgibt,
Bewahren Sie nur Ihre Liebe für die Wahrheit.“ 4 „Sicherlich werde ich ſie bewahren.“ G
„Ja, aber wir verſtehen die Sache auf zwei verſchiedene Weiſen. Ich ſage: bewahren Sie dieſelbe für ſich und feiern Sie Ihren Cultus nicht in den Gängen von Tria⸗ non oder in den Vorzimmern von Verſailles.“
„Hm!“ machte Gilbert.
„Es gibt keine hm! Sie ſind nich kleiner Philoſoph, daß Sie nicht viele Dinge von einer Frau lernen könnten... vor Allem das erſte Ariom: man lügt nicht, wenn man ſchweigt; behalten Sie dies wohl.“
„Aber wenn man mich fragt?“
„Wer dies? Sind Sie verrückt, mein Freund? Gu⸗ ter Gott, wer denkt in der Welt an Sie, wenn nicht etwa ich? Sie haben noch keine Schule, wie mir ſcheint, Herr Philoſoph. Die Gattung, zu der Sie gehören, iſt noch ſelten. Man muß auf der Landſtraße umherlaufen und die Wälder durchſtreifen, um Ihres Gleichen zu finden. Sie werden bei mir bleiben und ich gebe Ihnen nicht viermal vier und zwanzig Stunden, ohne Sie in einen vollkommenen Höfling verwandelt zu ſehen.“
„Ich zweifle daran,“ erwiederte Gilbert mit ſtolzem
Chon zuckte die Achſeln. Gilbert lächelte. „Doch genug hievon,“ ſagte Chon;
3;„übrigens haben Sie nur drei Perſonen zu gefallen.“
„Und dieſe drei Perſonen ſind?“ „Der König, meine Schweſter und ich.“ „Was muß ich zu dieſem Behufe thun?“ ſprach die junge Frau, Frage vermeidend.
t ſo weiſe, mein
Tone
„Sie haben Zamore geſehen?“ eine unmittelbare Antwort auf dieſe


