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„Nun, Sie antworten nicht?“ fuhr Chon fort.
„Was ſoll ich antworten, Madame, wenn nicht, daß jede Freundſchaft und jedes Vertrauen verdient werden muß.“
„Teufel! in dieſem Falle würde es ſcheinen, als hätten die Wirthe von Taverney weder dieſe Freundſchaft, noch dieſes Vertrauen verdient?“ 8
„Nicht alle, Madame.“
„Und was thaten diejenigen, welche das Unglück hatten, Ihnen zu mißfallen.“
„Ich beklage mich nicht, Madame,“ ſprach Gilbert ſtolz.
„Ah! ah!“ verſetzte Chon,„ich ſehe, daß ich mich aus dem Vertrauen von Herrn Gilbert ausgeſchloſſen habe. Es fehlt mir indeſſen nicht an der Luſt, mir dieſes Vertrauen zu erwerben, nur kenne ich die Mittel nicht, die man hiebei anzuwenden hat.“ 4
Gilbert biß ſich auf die Lippen.
„Kurz dieſe Taverney wußten Sie nicht zufrieden zu ſtellen,“ fügte Chon mit einer Neugierde bei, deren Ziel Gilbert nicht entging.„Sagen Sie mir doch ein wenig, was Sie bei ihnen machten?“
Gilbert war ziemlich verlegen, denn er wußte ſelbſt nicht, was er in Taverney gemacht hatte.
„Madame,“ antwortete er,„ich war... ich war Vertrauter.“ 4
Bei dieſen Worten, welche mit dem Gilbert charak⸗ teriſirenden, philoſophiſchen Phlegma geſprochen wurden, brach Chon in ein ſo heftiges Gelächter aus, daß ſie auf ihrem Stuhle zurückfiel.“
„Sie zweifeln daran?“ verſetzte Gilbert die Stirne faltend.—
„Gott behüte mich! Wiſſen Sie, mein liebe F
daß Sie ſehr aufbrauſend ſind, und daß man Ihnen nichts ſagen kann? Ich fragte Sie, was für deme hie Taverney wären, und dies geſchah nicht, um Sie zu be⸗ leidigen, ſondern vielmehr um Ihnen zu dienen, indem ich Sie in Ihrer Rache unterſtützen würde.“


