Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Wie weit ich mit ihm bin? fragte Gilbert.

Allerdings, ich hoffe, Sie haben Bekanntſchaft mit ihm gemacht.

Wie ſoll ich Bekanntſchaft mit einem Thiere machen, das nichts ſpricht, und wenn man mit ihm ſpricht, nur die Augen rollt und die Zähne zeigt?

Sie erſchrecken mich, erwiederte Chon, ohne ihr Mahl zu unterbrechen, und ohne daß der Ausdruck ihres Geſichtes mit ihren Worten im Einklang ſtand;Sie ſind alſo ſehr häkelig in der Freundſchaft?

Die Freundſchaft ſetzt Gleichheit voraus, Mademoiſelle.

Ein ſchöner Grundſatz! ſagte Chon.Sie haben ſich alſo nicht für Zamores Gleichen gehalten?

Das heißt, verſetzte Gilbert,ich habe nicht ge⸗ glaubt, er wäre meines Gleichen.

In der That, ſagte Chon, als ſpräche ſie mit ſich ſelbſt,in der That, er iſt entzückend.

Dann wandte ſie ſich gegen Gilbert um, deſſen hoch⸗ müthige Miene ſie wahrnahm, und fügte bei:

Sie ſagte alſo, lieber Doctor, Sie geben Ihr Herz nur ſchwer?

Sehr ſchwer, Madame?

Sehr viel Zeit, Madame, und es gibt ſogar Leute, che te, was ſie auch thun mögen, nie erlangen werden. ih! das erklärt mir, warum Sie, nachdem Sie tzehn Jahre in dem Hauſe des Baron von Taverney ge⸗ eben ſind, dieſes plötzlich verlaſſen haben. Die Taverney

hatten keine Hoffnung, ſich bei Ihnen in Gunſt zu ſetzen,

nicht wahr, ſo iſt es? Gilbert erroͤthete. 178*

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