Frau von Béarn in Kenntniß geſetzt hatte, frühſtückte
war immer noch abweſend; Gilbert rief mit allen ſeinen Wünſchen ein menſchliches Geſicht herbei, und wäre es das des abſcheulichen Schneiders geweſen, welcher die My⸗ ſtification, mit der man ihn bedroht, in das Werk zu ſetzen hatte.
Nach Ablauf dieſer Stunde öffnete ſich die Thüre, durch die er eingetreten, wieder, ein Lackei erſchien und ſprach:
„Rommen Sie.“
XILI. Der Arzt wider Willen.
Gilbert fühlte ſich unangenehm dadurch berührt, daß er einem Lackei gehorchen ſollte; da es ſich jedoch ohne Zweifel um eine Veränderung in ſeinem Zuſtand handelte, und es ihm vorkam, als müßte jede Veränderung vorthil⸗ haft für ihn ſein, folgte 83 nichtsdeſtoweniger ſchleunigſt.
Endlich frei von allen Verhandlungen, nachdem ſie † ihre Schwägerin von dem Verlaufe ihrer Sendung zu
Mademoiſelle Chon behaglich in einem ſchönen Morgen⸗ negligé an einem Fenſter, zu deſſen Höhe die Acacien und Kaſtanienbäume emporra gten. A
Sie aß mit ſehr gutem A Appetit und Gilbert bemerkte daß dieſer Appet durch ein Salmis von Faſanen und eine Ga⸗ lantine mit Trüffeln gerechtfertigt war.
Zu Mademoiſelle Chon eingeführt, ſuchte der Philoſoph Gilbert mit den Augen auf dem kleinen Tiſche den Platz für ſein Gedeck, denn er erwartete eine Einladung. 1
Aber Chon bot ihm nicht einmal einen Stuhl an. 4
Sie beſchränkte ſich darauf, einen Blick auf She zu werfen, und ſagte, nachdem ſie ein Gläschen de f farbigen Wein geleert:
„Laſſen Sie horen, mein lieber Arzt, wie weit find Sie mit Zamore?“


