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die Weite bei ſolchen Kleidern nie; ich werde es weit halten.“
Hienach entfernten ſich Mademoiſelle Sylvie, der In⸗ tendant und der Schneider, und ließen Gilbert mit dem kleinen Neger, der fortwährend Paſtillen kaute und ſeine weißen Augen in ihren Höhlen drehte. Welche Räthſel für den armen Provinzbewoh ner, welche Befürchtungen, welche Pein beſonders für den Philoſophen, der ſeine Menſchenwürde noch klarer in Luciennes als in Taverney gefährdet ſah, oder zu ſehen glaubte!
Er verſuchte es indeſſen, mit Zamore zu ſprechen, denn es kam ihm der Gedanke, es wäre vielleicht ein in⸗ diſcher Prinz, wie er ſolche in den Romanen von Herrn Crebillon Sohn geſehen hatte.
Aber der indiſche Prinz trat, ſtatt ihm 8 antworten, vor jeden Spiegel, beſchaute ſein herrliches Coſtume, wie es eine Braut mit ihrem Hochzeitkleide macht, ſetzte ſich ſodann auf einen Stuhl mit Röllchen, dem er den Impuls mit ſeinen Füßen gab, und machte etwa zehnmal die Fahrt durch das Vorzimmer mit einer Schnelligkeit, welche zum Beweis für ſein tiefes Studium in dieſer geiſtreichen Uebung diente.
Plötzlich erſcholl ein Glöckchen. Zamore ſprang von ſeinem Stuhle herab, den er an der Stelle ließ, wo er angehalten hatte, und eilte durch eine der Thüren des Vorginers in der Nichtung des Geräuſches der Glocke fort.
Die Eilfertigkeit, mit der er dem ſilbernen Klange gehorchte, überzeugte Gilbert vollends, daß der Neger kein Prinz war.
Gilbert hatte einen Augenblick Luſt, durch dieſelbe Thüre wie Zamore wegzugehen, als er aber an das Ende des Ganges kam, der in einen Salon führte, erblickte er ſo viel blaue und rothe Ordensbänder, Alles bewacht durch
ſo unverſchämte, ſo freche Bedienten, daß er fühlte, wie
ein Schauer ſeine Adern durchlief, und Schweiß auf der
Stirne in ſein Vorzimmer zurückkehrte. So verging eine
Stunde; Zamore kam nicht wieder; Mademwiſelle Sylvie Denkwürdigkeiten eines Arztes. II. 17 5—— .r☛ 3,
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