Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Mit dem Gouverneur.

Gilbert ſtreckte ſeine Arme, bürſtete ſeinen Rock mit einem Aermel und fuhr mit ſeinem Sacktuch über ſeine Hände. Er hatte im Grunde etwas bange, vor einer ſo wichtigen Perſon zu erſcheinen, aber er erkünerte ſich der Worte:Zamore iſt ein gutes Geſchopf, und dieſe Worte beruhigten ihn.

Er war bereits der Freund einer Gräfin, der Freund eines Vicomte und ſollte der Freund eines Gouverneur werden.

Ei! dachte er,verleumdet man den Hof, da es ſo leicht iſt, hier Freunde zu bekommen? Dieſe Leute ſind gaſtfreundlich und gut, glaube ich.

Sylvie öffnete die Thüre eines Vorzimmers, das eher ein Bondoir zu ſein ſchien; die Füllungen waren von Schildplatt mit vergoldetem Kupfer incruſtirt. Man hätte es für ein Atrium von Lucullus halten können, wären nicht bei dem alten Römer die Incruſtationen von reinem Gold geweſen.

Hier ruhte auf einem ungeheuren Fauteuil unter Kiſſen begraben, die Beine gekreuzt, und Paſtillen von Chocolade knaupelnd, der Seigneur Zamore, den wir kennen, den aber Gilbert nicht kannte.

Die Wirkung, welche die Erſcheinung des zukünftigen Gouverneur von Luciennes auf den Philoſophen hervor⸗ brachte, prägte ſich auf eine ſeltſame Weiſe in ſeinem Ge⸗ ſichte aus.

Oh! rief er, indem er ganz erſtaunt das fremd⸗

artige Geſicht betrachtete, denn es war das erſte Mal,

daß er einen Neger ſah;oh! oh! was iſt das? Zamore erhob nicht einmal den Kopf und fuhr fort ſeine Zeltchen zu kauen, während ſeine Augen weiß vor Vergnügen anzuſchauen waren. Das iſt Herr Zamore, antwortete Sylvie. Er? verſetzte Gilbert voll Verwunderung. Allerdings, erwiederte Sylvie, unwillkührlich über die Wendung lachend, welche dieſe Scene nahm.