Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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25²2 Sitze mit einer großen Kiſte und einem kleinen Hunde 4

bequem. Die zwei andern Plätze waren für Gilbert und eine Art von Intendanten, Namens Grange, beſtimmt.

Gilbert beeilte ſich, um ſeinen Rang zu behaupten, hinter Chon Platz zu nehmen. Ohne Schwierigkeiten zu

machen, ſogar ohne nur hieran zu denken, ſetzte ſich der Intendant hinter die Kiſte und den Hund.

MNNademoiſelle Chon, in Geiſt und Herz Allem ähnlich, 5 was Verſailles bewohnte, fühlte ſich freudig, den großen Palaſt zu verlaſſen, um die Luft des Waldes und der Wieſen zu athmen, wurde mittheilſam, wandte ſich, als ſie kaum aus der Stadt gefahren, halb um und ſagte:

Nun! wie finden Sig Verſailles, Herr Philoſoph?

Sehr ſchön, Madame; aber verlaſſen wir es ſchon?

Ja, wir gehen diesmal zu uns.

Das heißt zu Ihnen, Madame, entgegnete Gil⸗ bert mit dem Tone eines menſchlich werdenden Bären.

Das wollte ich ſagen. Ich werde Sie meiner Schweſter zeigen, ſuchen Sie ihr zu gefallen, darnach trachten in dieſem Augenblick die vornehmſten Herren 2 Frankreichs. Hören Sie, Herr Grange, Sie werden die⸗ ſem Jungen einen vollſtändigen Anzug machen laſſen.

Gilbert erröthete bis über die Ohren.

Was für einen Anzug, Madame? fragte der In⸗ tendant;die gewöhnliche Livree?

Gilbert ſprang von ſeinem Sitze auf..

.Die Livree! rief er, und ſchleuderte dem Inten⸗ danten einen wilden Blick zu.

Chon brach in ein Gelächter aus.

Nein, Sie laſſen machen... ich werde es Ihnen 4 ſagen; ich habe einen Gedanken, den ich meiner Schwe⸗ 4 ſter mittheilen will. Wachen Sie nur darüber, daß dieſer 3 Anzug zu gleicher Zeit mit dem von Zamore fertig wird.

Gut, Madame. 3

Kennen Sie Zamore? fragte Chon Gilbert, der über dieſes ganze Geſpräch ſehr beſtürzt war.