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ohne irgend eine Empfehlung der Geburt und ohne irgend eine Gemeinheit des Charakters, in Verſailles, das heißt in dem Palaſte des Königs wohnte.
Während Gilbert ſein kleines Mahl verzehrte, das übrigens ſehr gut war, wenn er es mit denjenigen verglich, welche ihm gewohnlich zugekommen; waͤhrend er ſtatt des Nachtiſches zum Fenſter ſeiner Manſarde hinausſchaute, begab ſich Chon, wie man ſich erinnert, zu ihrer Schwe⸗ ſter, flüſterte dieſer in das Ohr, ihr Auftrag bei Frau von Béarn ſei erfüllt, und theilte ihr ſodann laut den Unfall mit, der ihrem Bruder in dem Wirthshauſe von Lachauſſée begegnet war, einen Unfall, den wir trotz des Lärmens, welchen er bei ſeiner Geburt gemacht, in dem Schlunde ſich verlieren und ſterben ſahen, in dem Schlunde, worin ſo viele andere noch viel wichtigere Dinge ſterben ſollten, in der Gleichgültigkeit des Königs.
Gilbert war in eine von den Träumereien verſunken, welche bei ihm ſo häufig den Dingen gegenüber vorkamen, die das Maaß ſeines Verſtandes oder ſeines Willens über⸗ ſtiegen, als man ihn benachrichtigte, Mademoiſelle Chon lade ihn ein, hinabzukommen; er nahm ſeinen Hut, bürſtete ihn, verglich aus dem Augenwinkel ſein abgetragenes Kleid mit dem neuen Kleide des Bedienten, ſagte ſich, das Kleid des letzteren ſei eine Bedientenlivree und erröthete nichts⸗ deſtoweniger, als er hinab ging, vor Scham, daß er ſich ſo wenig im Einklang mit den Menſchen fand, an welche er ſtieß, und mit den Dingen, die vor ſeinen Augen vor⸗ fielen.
Chon ging gleichzeitig mit Gilbert in den Hof, nur bediente ſie ſich der großen Treppe und er ſtieg eine Art von Nebenleiter hinab.
Ein Wagen wartete. Es war ein niedriger, vierſitzi⸗ ger Phaeton, dem kleinen hiſtoriſchen Wagen ähnlich, in welchem der große König zugleich Frau von Monteſpan, Frau von Fontanges und ſogar die Königin ſpazieren führte.
Chon ſtieg ein und machte es ſich auf dem erſten
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