Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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ſcheint mir, Sie müßten ebenſo ſehr der Schweſter, als

NSie ſind ein Narr. 3 Ich bin vernünftig. Jedenfalls werde ich für den

kleinen Jungen ſorgen.

Und ich werde ein Auge auf das kleine Maͤdchen haben.

Stille! ſagte Jean,hier kommt unſer Freund,

N ich dem Bruder mißtrauen S 1

N der Herzog von Richelieu. N Der Herzog näherte ſich in der That den Kopf

ſchüttelnd.

Was haben Sie denn, mein lieber Herzog? man ſollte glauben, Sie wären unzufrieden.

4Gräfin, ſprach der Herzog,ſcheint es Ihnen nicht,

Nhe wir ſehr ernſt, und ich moͤchte beinahe ſagen, ſehr

traurig für den ſo freudigen Umſtand ſind, der uns hier verſammelt? Ich erinnere mich, daß wr einſt einer Prin⸗

zeſſin, ſo liebenswürdig wie dieſe, ſo ſchön wie dieſe, ent⸗

NYgegenfuhren, ich meine die Mutter von Monſeigneur dem Dauphin; wir waren Alle heiterer. Vielleicht weil wir jünger waren? 3

Nein, mein lieber Marſchall, weil das Königthum Uminder alt war, ſprach eine Stimme hinter dem Herzog.

Alle, welche dieſes Wort hörten, durchlief es wie ein Schauer. Der Herzog wandte ſich um und ſah einen al⸗ ten Edelmann von zierlicher Haltung, der ihm mit einem menſchenfeindlichen Lächeln die Hand auf die Schultern legte.

Gott verdamme mich! rief der Herzog,es iſt der Baron von Taverney, Gräfin, einer von meinen älteſten Freunden, für welchen ich mir Ihr ganzes Wohlwollen erbitte; der Baron von Taverney⸗Maiſon⸗Rouge.

Es iſt der Vater! ſagten gleichzeitig Jean und

die Gräfin, indem ſich Beide verbeugten, um zu grüßen. In den Wagen, meine Herren, in den Wagen!

rief der Major der Haustruppen, der die Escorte be⸗

fehligte. 1