tet an Herrn von Choiſeul vorüber. Ob ſie ihn ſah oder
nicht ſah, läßt ſich unmöglich angeben, es iſt nur gewiß, daß ſie weder mit der Hand, noch mit dem Kopf ein Zeichen machte, das einem Gruße glich.
In dem Augenblick, wo die Prinzeſſin in den Wagen des Königs ſtieg, ließen ſich die Glocken der Stadt über all' dem feierlichen Geräuſche hören.
Es fand nun ein Halt von zehn Minuten ſtatt; der König ſtieg ebenfalls wieder in ſeinen Wagen und ließ ihn nach Compiogne fahren.
Durch die Ehrfurcht oder die Aufregung im Zaume gehalten, brachen mittlerweile alle Stimmen in einem all⸗ gemneinen Geſumme los.
Dubarry näherte ſich dem Schlage der Carroſſe ſei⸗ ner Schweſter; dieſe empfing ihn mit lächelndem Antlitz: ſie erwartete ſeine Glückwünſche.
„Wiſſen Sie, Jeanne,“ ſagte er, mit dem Finger auf einen Cavalier deutend, der an einer der Carroſſen vom Gefolge der Frau Dauphine plauderte,„wiſſen Sie, wer jener junge Mann iſt?“
„Nein,“ erwiederte die Gräfin;„aber Sie, wiſſen Sie, was die Dauphine geantwortet hat, als mich der König ihr vorſtellte?“
„Es iſt nicht hiervon die Rede. Jener junge Mann iſt Herr Philipp von Taverney.“
„/WDerjenige, welcher Ihnen den Degenſtich gegeben hat?
„Ganz richtig. Und wiſſen Sie, wer das bewun⸗ derungswürdige Geſchoͤpf iſt, mit dem er plaudert?“
„Das ſo bleiche und majeſtätiſche Mädchen?“
„Ja, das der König in dieſem Augenblick anſchaut, und nach deſſen Namen er aller Wahrſcheinlichkeit die Frau Dauphine fragt.“
„Nun ²“ „Run! es iſt ſeine Schweſter.“ „Ah!“ machte Madame Dubarry.
„Hoͤren Sie, Jeanne, ich weiß nicht warum, aber es
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