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bildeten eine funkelnde Armee, welche inmitten des von den Füßen der Pferde aufgewirbelten Staubes wie eine Woge von Sammet, Gold, Federn und Seide glänzte.
Man machte einen Augenblick Halt in Compiegne; dann entfernte man ſich im Schritt aus der Stadt, um bis zu der beſtimmten Grenze zu fahren, welche ein auf der Höhe des Dorfes Magny am Wege ſtehendes Kreuz war.
Die ganze Jugend Frankreichs umgab den Dauphin; der ganze alte Adel befand ſich beim König.
Die Dauphine, welche den Wagen nicht gewechſelt hatte, rückte ihrerſeits in einem berechneten Schritt nach der verabredeten Grenze vor.
Die zwei Truppen trafen endlich zuſammen.
Alsbald waren alle Carroſſen leer. Auf beiden Sei⸗ ten ſtieg die Menge der Höflinge aus; nur zwei Wagen waren noch voll: der eine der des Königs, der andere der der Dauphine.
Der Schlag der Carroſſe der Dauphine öffnete ſich und die junge Erzherzogin ſprang leicht zur Erde.
Die Prinzeſſin ſchritt nun auf den Schlag der kö⸗ niglichen Carroſſe zu.
Sobald Ludwig XV. ſeine Schwiegertochter erblickte, ließ er den Schlag ſeines Wagens öffnen, und ſtieg eben⸗ falls raſch aus.
Die Frau Dauphine hatte ihren Gang ſo glücklich berechnet, daß ſie ſich vor dem König in dem Augenblick, wo er den Fuß auf den Boden ſetzte, auf die Kniee warf.
Der König bückte ſich, hob die junge Prinzeſſin auf und umarmte ſie zärtlich, während er ſie mit einem Blicke bedeckte, unter welchem ſie ſich unwillkührlich erröthen fühlte.
„Der Herr Dauphin,“ ſprach der König, und zeigte Maria Antoinette den Herzog von Berry, der ſich hinter ihr hielt, ohne daß ſie ihn noch, wenigſtens offiziell, ge⸗ ſehen hatte. 8


