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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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ſtraße weniger vorbereitet wäre, die Prüfung eines Gatten auszuhalten, analyſiren wollten. 4

Von raſchen Rennern getragen, machten ſie drei bis vier Lieues in einer halben Stunde: der Dauphin war ernſt weggeritten, während ſeine Brüder lachten. Um halb neun Uhr kehrten ſie in die Stadt zurück: der Dauphin, ernſt, wie bei ſeinem Abgang, der Graf von Prodence beinahe verdrießlich, ver Graf d'Artois allein heiterer als er es am Morgen geweſen.

Dies kam davon her, daß der Herzog von Berry un⸗ ruhig, der Graf von Provence neidiſch und der Graf d'Artois entzückt war über einen und denſelben Gegen⸗ ſtand: darüber, daß ſie die Dauphine ſo ſchön fanden.

Der ernſte, der eiferſüchtige und der ſorgloſe Charak⸗ ter der drei Prinzen war auf dem Antlitz von jedem von ihnen ausgeprägt.

Es ſchlug zehn Uhr auf dem Rathhauſe von Com⸗ piègne, als der Wächter auf dem Glockenthurm von Clai⸗ ves die weiße Fahne aufziehen ſah, welche man entfalten ſollte, wenn man die Dauphine erblicken würde. 1

Er gab auch ein Zeichen mit der Glocke, das durch einen Kanonenſchuß auf dem Schloßplatze erwiedert wurde.

In demſelben Augenblick, als hätte er nur dieſe An⸗ kündigung erwartet, fuhr der König in einem achtſpänni⸗ gen Wagen, mit der doppelten Reihe ſeiner Haustruppen, gefolgt von der unermeßlichen Menge der Carroſſen ſeines Hofes, in Compiégne ein.

Die Gendarmen und die Dragoner machten im Ga⸗ lopp eine Oeffnung in dem Volke, das zwiſchen dem Ver⸗ langen, den König zu ſehen, und dem, der Dauphine ent⸗ gegen zu gehen, getheilt war. 3

Hundert vierſpännige Carroſſen, welche den Raum oon beinahe einer Lieue einnahmen, führten vierhundert Frauen und eben ſo viele Herren vom höchſten Adel Frank⸗ reichs. Dieſe hundert Carroſſen wurden geleitet von Pi⸗ queurs, von Heiducken, von Läufern und Pagen. Die Edelleute vom Hauſe des Königs waren le ferde und

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