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Grüne Triumphbogen, reiche Verzierungen von ſpa⸗ niſchem Flieder und Roſen, lateiniſche, franzöſiſche und deutſche Inſchriften, Verſe und Proſa beſchäftigten das picardiſche Bauherrnamt bis zum Tage. 3 Die nach unfürdenklichem Gebrauche weiß geklei⸗ deten Mädchen, die ſchwarz gekleideten Schöppen, die Franziscanermönche in grauem Gewand, die Geittichkeit, auf das Reichſte geſchmückt, die Soldaten und die Offi⸗ ciere der Garniſon in ihren neuen Uniformen wurden auf ihre Poſten geſtellt, und Alle hielten ſich bereit, zu mar⸗ ſchiren, ſobald die Ankunft der Prinzeſſin durch ein Signal verkündigt würde..
Am Tage zuvor abgereiſt, war der Dauphin gegen
eilf Uhr Abends mit ſeinen beiden Brüdern incognito an⸗
ggekommen. Er ſtieg am frühen Morgen zu Pferde ohne irgend eine Auszeichnung, als ob er ein einfacher Privat⸗ mann geweſen wäre, und galoppirte, begleitet von dem Herrn Grafen von Provence und dem Herrn Grafen d'Artois, von denen der eine fünfzehn, der andere drei⸗ zehn Jahre alt war, in der Richtung von Ribecourt fort, wobei er die Straße verfolgte, auf welcher die Frau Dau⸗ phine kommen ſollte.
Es iſt nicht zu leugnen, dieſer galante Gedanke war nicht dem jungen Prinzen gekommen, ſondern er rührte von Herrn von Lavauguyon, ſeinem Hofmeiſter, her, der am vorhergehenden Tage vor den König gerufen, von Lud⸗ wig XV. den Befehl erhalten hatte, ſeinen erhabenen Zög⸗ ling von allen Pflichten zu unterrichten, die ihm die näch⸗ ſten vier und zwanzig Stunden auferlegten.
Herr von Lavauguyon hatte es, um in jeder Hinſicht die Ehre der Monarchie zu wahren, für geeignet gehalten, den Herzog von Berry das traditionelle Beiſpiel der Kö⸗ nige ſeines Geſchlechtes, das Beiſpiel von Heinrich IV., Ludwig XIII., Ludwig XIV. und Ludwig XV. befolgen zu laſſen, welche durch ſich ſelbſt, ohne die Illuſion des
Schmuckes, ihre zukünftige Gemahlin, die auf der Land⸗


