Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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nicht ſchämt.

Madame, das iſt eine ſchöne Handlung, die Sie be⸗ flecken wollen.

Man befleckt nur ſolche. 2) Herr von Sartines

ſchleicht ſich als ehrwürdiger Vater der Miſſion verkleidet

in das Carmeliterkloſter der Rue Saint⸗Antoine ein.

Madame, ich brachte dieſen guten Schweſtern Nach⸗ richten vom Orient.

Vom kleinen oder vom großen? 3) Herr von Sartines fährt als Polizeilieutenant verkleidet um Mitter⸗ nacht ganz allein mit der Herzogin von Grammont in den Straßen umher.

Ahl Madame, ſagte Herr von Sartines ex⸗ ſchrocken,wollen Sie in dieſem Punkte meine Verwal⸗ tung herabſetzen?

Ei! Sie laſſen wohl die meinige entwerthen, ſprach die Gräfin lachend.Aber warten Sie doch.

Ich warte.

Meine Burſche machten ſich alſo an die Arbeit und componirten, wie man in der Schule componirt, als Er⸗ zählung, als Ueberſetzung, als Umſchreibung, und ich er⸗ hielt ſo eben ein Epigramm, ein Lied und ein Vandeville.

Ah, mein Gott!

Alle drei fuürchtbar. Ich werde dieſen Morgen den König damit bewirthen, ſo wie mit dem neuen Pater Noſter, das Sie gegen mich umherlaufen laſſen; Sie wiſſen?Unſer Vater, der Du biſt in Verſailles, Dein Name ſei verflucht, wie er es zu ſein verdient, Dein Reich iſt erſchüttert, Dein Wille geſchieht weder auf Erden, noch im Himmel; gib uns unſer tägliches Brod zurück, das uns Deine Favoritinnen genommen haben; vergib Deinen Parlamenten, welche unſere Intereſſen unterſtützen, wie wir Deinen Miniſtern vergeben, die ſie verkauft haben. Unterliege nicht den Verſuchungen der Dubarry, ſondern befreie uns von Deinem Teufel von einem Kanzler. Ainen.

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