Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Wo haben Sie auch dies noch entdeckt? ſagte Herr von Sartines und faltete ſeufzend die Hände.

Ei, mein Gott! ich habe nicht nöthig, es zu ent⸗ decken; man erweiſt mir die Artigkeit, mir jeden Tag zu⸗ zuſchicken, was Gutes in dieſer Hinſicht erſcheint. Ich ſchrieb ſogar Ihnen die Ehre dieſer täglichen Sendun⸗ gen zu.

Ohl Madame.

Als Erwiederung ſollen Sie auch morgen das Epi⸗ gramm, das Lied und das Vandeville erhalten.

Warum nicht ſogleich?

Weil ich Zeit brauche, um ſie zu verbreiten. Iſt es nicht übrigens der Gewohnheit gemäß, daß die Polizei zuletzt von dem, was vorfällt, unterrichtet wird? Oh! dieſe Dinge werden Sie ſehr beluſtigen. Ich lachte die⸗ ſen Morgen drei Viertelſtunden. Der König hat ſich krank darüber gelacht, deßhalb erſcheint er ſo ſpät.

Ich bin verloren, rief Herr von Sartines und ſchlug mit ſeinen beiden Händen an ſeine Perrücke.

Nein, Sie ſind nicht verloren, Sie ſind nur be⸗ ſungen. Bin ich wegen der ſchönen Bourbonnaiſe ver⸗ loren? Nein. Ich wüthe nur darüber, und will mei⸗ nerſeits die Andern wüthend machen. Ah! die reizenden Verſe. Ich war ſo zufrieden damit, daß ich meinen lite⸗ rariſchen Scorpionen weißen Wein geben ließ, wodurch ſie in dieſem Augenblick ganz und gar betrunken ſeyn müſſen. 2

Ah! Gräfin! Gräfin!

Ich will Ihnen zuerſt das Epigramm vorſagen.

Ich bitte darum.

France, quel est donc ton destin D'etre soumise à la femelle!...*)

Ei nein, ich täuſche mich, es iſt das, welches Sie

*) Frankreich, es iſt vein Geſchick, dem Weibe unterworfen zu 1.. 4

ſein