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waren, drucken, vertheilen, verkaufen, dem König zuſtellen ließen. Das iſt abſcheulich, das iſt boshaft, das iſt albern!“
„Aber, Madame, ich bin nicht verantwortlich.
„Doch, mein Herr, Sie ſind es, denn Sie wiſſen, wer der Elende iſt, der Alles dies thut.“
„Madame, wenn es nur ein einziger Urheber wäre, ſo hätten wir nicht nöthig, ihn in der Baſtille verſchmach⸗ ten zu laſſen; er würde bald allein vor Ermattung unter dem Gewichte ſeiner Werke umkommen.“
„Wiſſen Sie, daß das, was Sie da ſagen, außer⸗ ordentlich höflich iſt?“
„Wenn ich Ihr Feind wäre, Madame, ſo würde ich es Ihnen nicht ſagen.“
„Das iſt wahr; ſprechen wir nicht mehr davon. Wir ſtehen nun auf das Beſte, das iſt abgemacht, das gewährt mir Vergnügen; doch Eines beunruhigt mich dennoch.“
„Was, Madame?“ h„Daß Sie auch auf das Beſte mit den Choiſeul ſtehen.“
„Madame, Herr von Choiſeul iſt erſter Miniſter; er gibt Befehle und ich muß ſie vollziehen.“
„Wenn Ihnen alſo Herr von Choiſeul Befehl gibt, mich verfolgen, plagen, vor Kummer ſterben zu laſſen, ſo mögen es diejenigen, welche mich verſolgen, plagen, um⸗ bringen, thun, ohne daß Sie ihnen in den Weg treten? Ich danke.“
„Sprechen wir vernünftig,“ ſagte Herr von Sartines, der ſich die Freiheit nahm, niederzuſitzen, ohne daß die Favoritin ſich ärgerte; denn man ließ dem am Genaueſten unterrichteten Mann Frankreichs Alles hingehen;„was habe ich vor drei Tagen für Sie gethan?2 ¼
„Sie haben mich benachrichtigen laſſen, daß ein Eil⸗ bote von Chanteloup abgehe, um die Ankunft der Dau⸗ phine zu beſchleunigen.“ „ Iſt dies das Werk eines Feindes?“
„Aber in der ganzen Angelegenheit der Vorſtellung,


