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Aufgedunſenheit, noch ein Zögern in den wie Karfunkel glänzenden Augen, welche lächelnd einen kleinen, von Gold umkreiſten und mit Perlen beſetzten Handſpiegel befragten; und dieſer geſchmeidige Körper, von dem wir einen Be⸗ griff zu geben verſucht haben, ließ ſich von dem Bette, wo er, durch die ſüßeſten Träume gewiegt, geruht hatte, bis auf den Hermelinteppich herabgleiten, auf welchem Füße, welche Aſchenbrödel Ehre gemacht hätten, zwei Hände mit Pantoffeln trafen, von denen ein einziger einen Holzhauer des Geburtswaldes von Jeanne bereichert haben würde, wenn dieſer Holzhauer ihn gefunden hätte.
Während dieſe verführeriſche Statue ſich erhob und ſich immer mehr belebte, warf man ihr einen prachtvollen Oberrock von Mechler Spitzen auf die Schultern; dann zog man über ihre fleiſchigen Fuͤße, welche einen Augen⸗ blick die Pantoffeln verließen, roſenfarbige ſeidene Strümpfe von ſo feinem Gewebe, daß man nicht im Stande gewe⸗ ſen wäre, ſie von der Haut, die ſie bedeckten, zu unter⸗ ſcheiden.
„Keine Nachricht von Chon?“ fragte ſie vor Allem ihre Kammerfrau.
„Nein, Madame,“ antwortete dieſe.
„Auch nicht vom Vicomte Jean?“
„Eben ſo wenig.“
„Weiß man nicht, ob Bischi Nachricht erhalten hat?“
„Man iſt dieſen Morgen zu der Schweſter der Frau Gräfin gegangen.“
„Und keine Briefe?“
„Nein, Madame, keine Briefe.“
„Ahl wie ermüdend iſt es doch, ſo zu warten,“ ſprach die Gräfin mit einer reizenden Mundverziehung, „wird man nie ein Mittel erfinden, auf hundert Stunden in einem Augenblick zu correſpondiren? Ahl meiner Treue, ich beklage diejenigen, welche dieſen Morgen unter meine Hand fallen werden! Iſt mein Vorzimmer ziem⸗ lich gut beſetzt?“
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