Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Wir ſprechen ois, antwortete Chon.

Ich habe große Luſt, dem Poſtillon zuzurufen, er ſoll fortfahren, und mein Sacktuch hier zuruͤckzulaſſen.

Du haſt Unrecht, er kann uns nützlich ſein.

Worin?

Er hat mir bereits Auskunft von großer Wichtigkeit gegeben.

Worüber?

Ueber die Dauphine, und noch ſo eben hat er uns, wie Du geſehen, den Namen Deines Gegners genannt.

Nun, ſo mag er bleiben!

In dieſem Augenblick kam Gilbert mit dem mit eis⸗ kaltem Waſſer getränkten Sacktuch zurück.

Die Umlegung der Leinwand um den Arm des Vi⸗ comte that dieſem ſehr wohl, wie es Gilbert vorhergeſehen.

Er hatte meiner Treue Recht, ich fühle mich beſſer, ſagte er,wir wollen plaudern.

Gilbert ſchloß die Augen und öffnete die Ohren; aber er wurde in ſeiner Erwartung getäuſcht. Chon er⸗ wiederte die Aufforderung ihres Bruders in dem glänzen⸗ den, lebhaften Dialekt, der Verzweiflung der Pariſer Ohren, die in dem provencaliſchen Patois nur ein Schnarren fetter Conſonnanten, welche über muſikaliſche Vokale hin⸗ rollen, unterſcheiden.

Gilbert machte, ſo ſehr er ſeiner Herr war, eine Be⸗ wegung des Aergers, welche Mademoiſelle Chon nicht entging, die ihm, um ihn zu tröſten, ein artiges Lächeln zuwandte

Durch dieſes Lächeln wurde Gilbert Eines begreiflich: daß man ihn, den Erdwurm, ſcheute. Er hatte einen Vi⸗ comte bezwungen, der mit dem Wohlwollen des Königs beehrt wurde.

Wenn ihn Andrée in dieſem ſchönen Wagen ſehen würde!

Er war ganz aufgeblaſen vor Stolz. Was Nicole betrifft, ſo dachte er nicht einmal an ſie.