Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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es iſt mir noch nicht bekannt, daß die Dauphin⸗Gendar⸗ men zu dem Grade von Stallknechten erhoben dorden ſind; ſchließen Sie alſo die Augen, mein Herr, heißen Sie Ihre Leute daſſelbe thun, und glückliche Reiſe!

Sie ſind im Irrthum, mein Herr; ohne zu dem Grade eines Stallknechts erhoben worden oder hinabge⸗ ſtiegen zu ſein, gehört das, was ich im Augenblick thue, zu meinen Attributen; denn die Frau Dauphine ſchickt mich ſelbſt voraus, um über ihren Relais zu wachen.

Das iſt etwas Anderes, verſetzte Jean;doch er⸗ lauben Sie mir, Ihnen zu bemerken: Sie verſehen da einen traurigen Dienſt, mein Officier, und wenn die junge Dame die Armee ſo zu behandeln anfängt...

Von wem ſprechen Sie in dieſen Ausdrücken, mein Herr? unterbrach ihn Philipp.

Ei, bei Gott! von der Oeſterreicherin.

Der junge Mann wurde bleich wie ſeine Halsbinde.

Sie wagen zu ſagen, mein Herr...? rief er.

Ich wage nicht nur zu ſagen, ſondern auch zu thun, ſprach Jean.Vorwärts, Patrice, angeſpannt, mein Freund, hurtig, denn ich habe Eile.

Philipp nahm das erſte Pferd beim Zügel.

Mein Herr, ſprach Philipp von Taverney mit ſeinem ruhigen Tone,Sie werden mir das Vergnügen machen, mir zu ſagen wer Sie ſind, nicht wahr?

Liegt Ihnen daran?

Es liegt mir daran.

Nun! ich bin der Vicomte Jean Dubarry. Wie? Sie ſind der Bruder von der... Welche Sie in der Baſtille verfaulen laſſen wird,

mein Officier, wenn Sie ein einziges Wort beifügen.

Und der Vicomte ſprang in den Wagen.

Philipp näherte ſich dem Schlage und ſagte:

Mein Herr Vicomte Jean Dubarry, Sie werden mir die Ehre erweiſen, auszuſteigen, nicht wahr?

Ah, bei Gott! ich habe wohl Zeit, verſetzte der Vicomte und ſuchte den offenen Schlag an ſich zu ziehen.