Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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lieber Lieutenant, ſprach der Vicomte,man hat einen Kopf, der völlig in Ordnung iſt, und man ſteigt aus den Carroſſen Seiner Majeſtät aus, bis man wieder in dieſelbe einſteigt.

Wie können Sie, der Sie einen geordneten Kopf haben und aus den Carroſſen Seiner Majeſtät ausſteigen, es wagen, Hand an die Pferde der Dauphine zu legen?

Einmal ſind hier ſechzig Pferde, und Ihre König⸗ liche Hoheit kann nur acht brauchen; ich hätte alſo großes

die der Frau Dauphine nähme.

Es ſind allerdings ſechzig Pferde vorhanden, ent⸗ gegnete der junge Mann;es iſt wahr, Ihre Königliche Hoheit braucht nur acht; doch deſſen ungeachtet gehören le dieſe Pferde, vom erzen bis zum ſechzigſten, Ihrer Königl ichen Hoheit, und Sie können keine Unterſcheidung in dem, was den Dienſt der Prinzeſſin bildet, zulaſſen.

Sie ſehen jedoch, daß man eine zuläßt, da ich dieſes Geſpann nehme, antwortete er ironiſch.Soll ich zu Fuß gehen, während Schufte von Lackeien mit vier Pfer⸗ den fahren? Mord und Tod! ſie mögen es machen wie ich, ſie können ſich mit dreien begnügen, und es werden noch genug verrütheg ſein.

Wenn dieſe Lakeien mit vier Pferden fahren, mein Herr, ſo geſchieht es, weil es der Befehl des Königs vor⸗ ſchreibt, ſprach Philipp und ſtreckte den Arm gegen den Vicomte aus, um ihm zu bezeichnen, er möge nicht auf dem Wege beharren, den er eingeſchlagen.Wollen Sie alſo Ihrem Kammerdiener befehlen, mein Herr, daß er du Pferde dahin zurückführt, wo Sie dieſelben genommen

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Dieſe Worte wurden mit eben ſo viel Feſtigkeit, als Höflichkeit geſprochen, und wenn man nicht ein Elender war, mußte man artig darauf antworten.

Sie hätten vielleicht Recht, mein lieber Lieutenant,

ſo zu ſprechen, erwiederte der Vicomte,wenn es in Ih⸗ rem Auftrage läge, über dieſen Thieren zu wachen; doch

Unglück, wenn ich, drei auf den Zufall nehmend, gerade