Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 5.-8. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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XXII. Der Vicomte Jean.

Der junge Lieutenant der Dauphin⸗Gendarmen, denn er war es, ſprang vom Pferde bei dem Anblick der bizar⸗ ren Scene, welche um das Poſthaus alle Frauen und alle Kinder des Dorfes Lachauſſée zu verſammeln anfing

Als der Poſtmeiſter Philipp erblickte, warf er ſich gleichſam vor dieſem unerwarteten Beſchützer auf die Kniee.

Herr Officier, rief er,wiſſen Sie, was vor⸗ geht?

Nein, antwortete Philipp kalt,doch Sie werden es mir ſagen, mein Freund 4 3

Man will mit Gewalt die Pferde Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Dauphine nehmen. 4

Philipp ſpitzte die Ohren wie ein Menſch, dem man etwas Unglaubliches mittheilt.

Und wer will die Pferde nehmen? fragte er.

Dieſer Herr, ſagte der Poſtmeiſter.

Und er bezeichnete mit dem Finger den Vicomte ean.

Dieſer Herr? wiederholte Philipp.

Ei, Mord und Tod! ja, ich ſelbſt, ſprach der Vicomte. 4

Sie täuſchen ſich, verſetzte Taverney den Kopf ſchüttelnd,der Herr müßte entweder ein Narr oder kein Edelmann ſein.

Sie täuſchen ſich über dieſe beiden Punkte, mein