Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 1.-4. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Mein Bruder! mein Bruder! rief Mademoi⸗ ſelle Chon.

Ahl es iſt ihr Bruder, murmelte Gilbert im Hin⸗ tergrunde des Wagens und athmete nun wieder freier.

In dieſem Augenblick öffnete ſich 3 ſter, gerade der Thüre des Poſthauſes gegenüber, auf der andern Seite der Straße, und der bewunderungswürdige Kopf einer

Frau zeigte ſich an demſelben; dieſe ſchien ganz erſchrocken

über das Geräuſch, das ſie hörte.

Ahl Sie ſind es, Madame, ſagte Jean, das Ge⸗ ſpräch verändernd.

Wie! ich? entgegnete die junge Frau in ſchlech⸗ tem Franzöſiſch.

Sie ſind endlich erwacht, deſto beſſer. Wollen Sie Ihr Pferd an mich verkaufen?

Mein Pferd?

Ja, den Schimmel, den Araber, der dort an den Laden gebunden iſt. Sie wiſſen, daß ich fünfhundert Piſtolen dafür biete.

Mein Pferd iſt nicht zu verkaufen, antwortete die junge Frau und ſchloß ihr Fenſter wieder.

Ich habe heute kein Glück, ſagte Jean,man will weder Pferde an mich verkaufen, noch vermiethen. Corbleu! ich nehme den Araber, wenn man ihn nicht an mich ver⸗ kauft, und bringe die Mecklenburger um, wenn man ſie nicht an mich vermiethet. Hierher, Patrice.

Der Lackei des Reiſenden ſprang vom Bocke zur Erde.

Spanne an, ſagte Jean zu dem Lackei.

Herbei, Knechte! herbei! ſchrie der Wirth.

Zwei Stallknechte liefen herbei.

Jean! Vicomte! rief Mademoiſelle Chon, die ſich im Wagen heftig geberdete und vergebens den Schlag zu öffnen ſuchte.Du biſt ein Narr! Du wirſt machen, daß wir in Stucke gehauen werden.

Uns in Stücke hauen! wir werden hoffentlich in Stucke hauen. Wir ſind drei gegen drei. Auf, junger Philoſoph, rief Jean mit voller Lunge Gilbert zu, der

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