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270 „Und Sie nennen das meine Verantwortlichkeit ſicher ſellen?
„Allerdings. Sie haben mir die Pferde nicht gegeben, man hat ſie Ihnen genommen.“
„Aber ich ſage Ihnen, daß dies unmöglich iſt.“
„Stille, wo ſind die Geſchirre?“
„Niemand rühre ſich!“ ſchrie der Poſtmeiſter den Stallknechten zu, welche im Hof und unter dem Schoppen umhergingen.
„Ah!l Burſche!“
„Jean! mein lieber Jean!“ rief Chon, die durch die Oeffnung des großen Thores Alles, was vorging, ſah und hörte.„Keine ſchlimme Geſchichte, mein Freund! bei einer Sendung muß man zu ertragen wiſſen.“
„Alles mit Ausnahme der Zögerung,“ ſagte Jean mit ſeinem ſchönſten Phlegma;„da es mich aufhalten würde, wenn ich warten wollte, bis dieſe Schufte mich unterſtützten, ſo werde ich das Geſchäft ſelbſt verſehen.“
Und die That mit der Drohung verbindend, machte Jean drei Geſchirre hinter einander von der Mauer los und legte ſie auf den Rücken von drei Pferden.
„Ich bitte, Jean,“ rief Chon, die Hände faltend, „ich bitte.“
„Willſt Du ankommen, oder nicht ankommen?“ ver⸗ ſetzte der Vicomte und knirſchte mit den Zähnen.
„Ich will allerdings ankommen! Alles iſt verloren, wenn wir nicht eintreffen.“
„Nun, ſo laß mich machen.“
Und der Vicomte trennte von den andern Pferden die drei Thiere, die er gewählt, und die nicht die ſchlechteſten waren, und ging, ſie nach ſich ziehend, auf die Chaiſe zu.
„Bedenken Sie, mein Herr, bedenken Sie,“ rief der Poſtmeiſter, Jean folgend;„es i*ſt ein Majeſtätsverbrechen, dieſe Pferde zu ſtehlen.“ 4
„Ich ſtehle ſie nicht, Dummkopf, ich entlehne ſie nur.“
Der Poſtmeiſter ſtürzte nach den Zügeln; doch ehe
er ſie berührt, hatte ihn der Fremde heftig zurückgeſtoßen.
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