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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 1.-4. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Doch es war entſchieden, daß Gilbert auf dieſer Station noch nicht ſpeiſen ſollte.

KXLI.

Worin man mit einer neuen Perſon Be⸗ kanntſchaft macht.

Oben auf der Steige, welche die Poſtchaiſe eben hinanfuhr, erblickte man das Dorf Lachauſſée, wo umge⸗ ſpannt werden ſollte.

Es war ein reizender Haufen ſtrohbedeckter Häuſer, welche nach der Laune der Bewohner mitten auf dem Wege, an der Ecke eines kleinen Gehölzes, in der Nähe einer Quelle und häufiger noch längs dem von uns er⸗ wähnten großen Bache ſtanden, über welchen vor jedem Hauſe Bruͤcken oder Bretter geworfen waren.

Doch für den Augenblick war das Merkwürdigſte dieſes hübſchen Dörfchens ein Mann, der, den Bach ab⸗ wärts, mitten auf der Straße aufgepflanzt, als hätte er den Befehl von einer höheren Macht erhalten, ſeine Zeit damit hinbrachte, daß er bald die Landſtraße mit den Au⸗ gen verfolgte, bald mit dem Blicke einen herrlichen Schim⸗ mel mit langer Mähne unterſuchte, der, an den Laden einer Hütte gebunden, die Bretter durch ein Zerren mit dem Kopfe erſchütterte und eine Ungeduld ausdrückte, welche den Sattel, den er auf dem Rücken trug, entſchul⸗

digen zu ſollen ſchien; denn dieſer Sattel offenbarte, daß er in Erwartung ſeines Herrn hier ſtand.

Wie geſagt, müde, vergeblich die Straße entlang zu ſchauen, näherte ſich der Fremde von Zeit zu Zeit dem Pferde, unterſuchte es als Kennerſtrich ihm mit geübter Hand über das fleiſchige Kreuz oder drückte mit dem Ende ſeiner Finger die ſchlanken Beine. Wenn er ſodann den Fußtritt vermieden hatte, den bei jedem Verſuche dieſer