Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 1.-4. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Sie gehören alſo nicht zur Escorte? fragte Gil⸗ bert, der bis jetzt die Carroſſe der jungen Frau für einen verſpäteten Wagen gehalten und in der ganzen Eile nichts Anderes geſehen hatte, als ein Verlangen, die Reihe wie⸗ der einzuholen.

Der Wunſch, ſich zu unterrichten, iſt gut, ant⸗ wortete die junge Dame,Indiscretion taugt nichts.

Entſchuldigen Sie, Madame, verſetzte Gilbert erröthend.

Nun? was machen wir? fragte die Neiſende den Poſtillon.

Verdammt! wir bleiben hinter ihnen bis Vitry. Dort, wenn Ihre Hoheit anhält, bitten wir um Erlaub⸗ niß, vorüberfahren zu dürfen.

Ja, doch man wird ſich erkundigen, wer ich bin, und vernehmen... Nein, nein, das taugt nichts; ſuchen wir etwas anderes

Madame, ſprach Gilbert,wenn ich Ihnen einen Rath zu geben wagte...

Thun Sie dies immerhin, mein Freund, wenn er gut iſt, wird man ihn befolgen.

.Man ſollte einen Seitenweg einſchlagen, der um Vitry führte, und ſo käme man vor die Frau Dauphine,

ohne ſich gegen die Achtung verfehlt zu haben.

3Das Kind ſpricht wahr! rief die junge Frau.

Poſtillon, gibt es keinen Seitenweg?

Um wohin zu gehen?

Wohin Ihr wollt, wenn wir nur die Frau Dau⸗ phine hinter uns laſſen.

Ahl ja wohl, ſagte der Poſtillon,dort iſt die Straße von Marolle, welche ſich um Vitry windet und mit der Hauptſtraße in Lachauſſée wieder zuſammentrifft.

Bravo! rief die junge Frau,das iſt gut.

Aber Madame weiß, daß ich die Poſt verdoppele, wenn ich dieſen Umweg mache, entgegnete der Poſtillon.

Zwei Louis d'or für Euch, wenn Ihr vor der Dauphine in Lachauſſée ſeid.