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„Du gelobſt alſo der heiligen Verſammlung leidenden
Gehorſam?“ fragte der Präſident.
„Ja. 4
„Sogar wenn dieſer Gehorſam an Dir ſelbſt geübt werden müßte?“
„Derjenige, welcher hier eintritt, gehört nicht ſich, ſondern Allen.“
„Du wirſt alſo gehorchen, welcher Befehl Dir auch von mir gegeben werden mag?“
„Ich werde gehorchen.“
„Auf der Stelle?“
„Auf der Stelle.“
„Ohne Zögern?“
„Ohne Zögern.“
„Nimm die Piſtole und lade ſie.“
Der Unbekannte nahm die Piſtole, goß das Pulver in den Lauf, ſetzte einen Pfropf darauf und ließ dann die Kugel hineinfallen, die er mit einem zweiten Pfropf be⸗ feſtigte, wonach er Pulver auf die Pfanne ſchüttete.
Alle die dunkeln Bewohner dieſes ſeltſamen Ortes
ſchauten ihn mit einem düſteren Stillſchweigen an, das
nur durch das Geräuſch des an die Bogen der Gewölbe anprallenden Windes unterbrochen wurde.
„Die Piſtole iſt geladen,“ ſprach kalt der Unbekannte.
„Biſt Du deſſen ſicher?“ fragte der Präſident.
Ein Lächeln zog über die Lippen des Aufzunehmen⸗ den, und dieſer nahm den Ladſtock und ließ ihn in den Lauf des Gewehres fallen, aus dem er zwei Zoll hervorragte.
Der Präſident bedeutete durch ein Zeichen, daß er überzeugt ſei.
„Ja,“ ſagte er,„ſie iſt in der That geladen, und gut
geladen.“
„Was ſoll ich thun?“ fragte der Unbekannte.
„Spanne.“.
Der Unbekannte ſpannte die Piſtole, und man hörte unter dem tiefen Stillſchweigen, das die Zwiſchenräume des Zwiegeſpräches begleitete, das Krachen des Hahnen.


