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Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Erste Abteilung] : 1.-4. Bändchen (1846) Mémoires d'un médecin
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Du täuſcheſt dich nicht, Dſcherid, die Gefahr iſt ier.

4 Ohne Zweifel zum Voraus entſchloſſen, die Gefahr nicht zu bekämpfen, nahm der abenteuerliche Unbekannte aus ſeinem Sattelbogen zwei ſchöne Piſtolen mit eiſelirten Läufen und mit Kolben von Vermeil, zog mit dem Krätzer die Ladung heraus, warf den Pfropf und die Ku⸗ gel weg und ſchüttete das Pulver auf den Boden.

Als dies bewerkſtelligt war, ſteckte er die Piſtolen in die Holfter.

Das iſt noch nicht Alles.

Der Reiſende trug an ſeinem Gürtel einen Säbel mit ſtählernem Griffe; er ſchnallte die Kuppel los, wickelte ſie um den Säbel, ſchob das Ganze unter den Sattel und befeſtigte es mit dem Steigriemen ſo, daß die Spitze des Säbels nach der Weiche des Pferdes und der Griff nach der Schulter ſah. 5

Nachdem dieſe ſeltſamen Förmlichkeiten erfüllt waren, ſchüttelte der Reiſende ſeine ſtaubigen Stiefeln, zog ſeine Handſchuhe aus, ſuchte in ſeinen Taſchen, fand darin eine Scheere und ein Federmeſſer mit einem Schildkrothefte, und warf Beides über ſeine Schulter, ohne nur zu ſchauen, wohin es fiel.

Sobald dies geſchehen war, fuhr der Reiſende zum letzten Male über das Kreuz von Oſcherid, athmete, als wollte er ſeiner Bruſt den vollen Grad der Ausdehnung geben, den ſie erlangen konnte, ſuchte dann vergebens irgend

einen Fußpfad und trat, als er keinen ſah, auf Zufall in

den Wald. Ess iſt unſerer Anſicht nach der Augenblick, unſern Leſern einen genauen Begriff von dem Reiſenden zu ge⸗ ben, den wir ihnen vor Augen geſtellt haben, und der eine wichtige Rolle im Verlauf unſerer Geſchichte zu ſpielen beſtimmt iſt. 8 Derjenige, welcher, nachdem er vom Pferde geſtiegen, ſich ſo kuͤhn in den Wald wagte, war ein Mann von etwa dreißig bis zwei und dreißig Jahren, von mehr als