Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 5.-8. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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Lorin, ſprach Maurice,Lorin, zum letzten Male... Niemand kann Dich hier erkennen... ſage, Du ſeiſt gekommen, um Abſchied zu nehmen... ſage, Du ſeiſt aus Irrthum eingelaſſen worden... rufe den Gendarme, der Dich hat hinausgehen ſehen. Ich werde der wahre Verurtheilte ſein, ich, der ich ſterben muß; doch Du, wir flehen Dich an, Freund, mache uns die Freude, zu leben, um unſer Andenken zu bewahren; es iſt noch Zeit, Lorin,

wir flehen Dich an.

Genevieve ſaltete bittend ihre Hände.

voorin nahm die beiden Hände der jungen Frau und küßte ſie. Ich habe nein geſagt, und das iſt nein, erwie⸗ derte Lorin mit feſtem Tone;ſprechen wir nicht mehr davon, oder ich muß in der That am Ende glauben, ich beläſtige Euch..

Vierzehn, wiederholte Sanſon,und es ſind fünfzehn.

Dann erhob er die Stimme und rief:

Hört, iſt einer hier, der Einſprache thut? Kann einer beweiſen, daß er ſich aus einem Irrthum hier be⸗ findet?

Vielleicht öffnete ſich der Mund von Einigen bei dieſer Frage, doch er ſchloß ſich wieder, ohne ein Wort zu ſprechen; diejenigen, welche gelogen hätten, ſchämten ſich, zu lügen; derjenige, welcher nicht gelogen hätte, wollte

nicht ſprechen. 3

Es trat ein Stillſchweigen von mehreren Minuten ein; die Gehülfen ſetzten mittlerweile ihr trauriges Ge⸗ ſchäft fort.* 3

Bürger, wir ſind bereit... ſprach nun die dumpfe,

feierliche Stimme des alten Sanſon.

Einiges Schluchzen und einige Seufzer antwortaſn auf dieſe Stimme. 8

Nun wohl! es ſei! ſagte Lorin.

Sterben für das Vaterland, Iſt, bei Gott! das ſchönſte Loos.

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