Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 5.-8. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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Es verging eine halbe Stunde.

Plötzlich vernahm man ein gewaltiges Geräuſch. Die Gendarmen traten durch die niedrige Thüre ein; hinter ihnen kamen Sanſon und ſeine Gehülfen mit Päcken Stricke.

Ohl mein Freund, mein Freund! ſagte Geneviéve, der unſelige Augenblick iſt da, ich fühle mich einer Ohn⸗ macht nahe.

Und Sie haben Unrecht, ſprach die klingende Stimme von Lorin:

Nicht ganz richtig, in der That, Mit dem Tod die Freiheit naht!

Lorin! rief Maurice in Verzweiflung.

Nicht wahr, der Vers iſt nicht gut? Ich bin auch 8

Deiner Meinung, ſeit geſtern mache ich lauter erbärmliche.

Ahl es handelt ſich wohl darum; Du biſt zurück⸗ gekehrt, Unglücklicher! Du biſt zurückgekehrt...

War das nicht unſere Uebereinkunft? Höre, denn was ich zu ſagen habe, intereſſirt Dich eben ſo ſehr als Geneviéve.

Mein Gott! mein Gott! 7

Laß mich doch ſprechen, oder ich habe keine Zei mehr, Dir die Sache zu erzählen. Ich wollte weggehen, um ein Meſſer in der Rue de la Barillerie zu kaufen.

Was wollteſt Du mit einem Meſſer thun?

Ich wollte den guten Herrn Dirmer damit tödten.

Genevisve ſchauerte.

Ah! rief Maurice,ich begreife.

Ich habe es mir gekauft. Hore, was ich mir ſagte, und Du wirſt einſehen, was für einen logiſchen Geiſt Dein Freund beſitzt. Ich fange an zu glauben, daß ich, ſtatt ein Dichter zu werden, einen Mathematiker aus mir hätte machen ſollen. Leider iſt es nun zu ſpät. Höre alſo, was ich mir ſagte, folge meinem Raiſonnement: Herr Dirmer hat ſeine Frau der Gefahr preisgegeben; Herr Dirmer iſt erſchienen, um ihre Verurtheilung anzuſchauen;

Der Chevalier von Maiſon⸗Rouge. II. 17

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