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„Das kommt ſelten vor. Die Concurrenz iſt nicht groß. Wir wollen ſehen, ob wir das nicht auf eine an⸗ dere Weiſe ordnen können.“
„Wenn es ſich thun läßt, ſo iſt es mir ganz lieb.“
„Es läßt ſich außerordentlich leicht thun. Gehe durch die Thüre der Verurtheilten hinein, bei dieſer Thüre braucht man keine Karte. Und wenn Du dann Deine Frau ge⸗ ſprochen haſt, rufſt Du mich und ich laſſe Dich wieder heraus.“
„Nicht übel, nur gibt es eine Geſchichte, die man ſich in der Stadt erzählt.“.
„Welche?“
„Die Geſchichte eines armen Buckeligen, der die Fhüre verwechſelte und im Glauben, er trete in die Ar⸗ hive ein, in den Saal kam, von dem wir ſprechen. Da er nun durch die Thüre der Vertkttheilten eingetreten war, ſtatt durch die große Pforte einzutreten, da er keine Karte hatte, um ſeine Identität nachzuweiſen, ſo wollte man ihn nicht mehr hinauslaſſen. Man behauptete gegen ihn, in⸗ ſofern er durch die Thüre der Verurtheilten eingetreten, ſei er ein Verurtheilter wie die Anderen. Er mochte im⸗ merhin proteſtiren, ſchwören, appelliren, Niemand glaubte ihm, Niemand kam ihm zu Hülfe, Niemand ließ ihn hinaus, ſo daß der Nachrichter, trotz ſeiner Betheurungen, ſeiner Einwendungen, ſeiner Schwüre, ſeines Geſchreis, ihm zuerſt die Haare und dann den Hals abſchnitt. Iſt die Anekdote wahr, Bürger Greffier? Du mußt es beſſer wiſſen als irgend Jemand.“
„Ach! ja, ſie iſt wahr,“ ſprach der Greffier, am gan⸗ zen Leibe zitternd.
„Nun wohl, Du ſiehſt alſo, daß ich bei ſolchen Vor⸗ gängen ein Narr wäre, wenn ich in ein ſolches Mörderneſt ohne eine Karte eintreten würde.“
„Aber ich ſage Dir, daß ich da bin!“ 4
„Und wenn man Dich ruft? wenn Du anderswo beſchäftigt biſt? wenn Du vergiſſeſt(Dirmer legte einen


