Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 5.-8. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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Ein rother, rauchender Faden kam aus dem Ge⸗ wölbe hervor und ſchlängelte ſich gegen den Fluß fort.

Beim Palaſte angelangt, öffnete er die vom Greffier

unterzeichnete Einlaßkarte.

Ich danke, gerechter Gott! murmelte er und ſtieg

die Stufen hinauf, welche in den Todtenſaal führten. Es ſchlug drei Uhr.

LIV. Der Todtenſaal.

Man erinnert ſich, daß der Greffier des Palaſtes Dirmer ſeine Gefangenenregiſter geöfſnet und mit dieſem eine Verbindung unterhalten hatte, welche durch die An⸗ weſenheit der Frau Greffière ſehr angenehm geworden war.

Dieſer Mann wurde, wie man ſich wohl denken kann, von furchtbarem Schrecken erfaßt, als das Complott von Dirmer an den Tag kam.

Es handelte ſich für ihn in der That um nichts Ge⸗ ringeres, als daß er für einen Genoſſen ſeines falſchen Collegen gehalten und mit Geneviève zum Tode verur⸗ theilt werden konnte.

Fouquier⸗Tinville rief ihn vor ſich.

Man begreift, wie ſehr ſich der arme Mann an⸗

ſtrengte, um ſeine Unſchuld in den Augen des öffentlichen Anklägers darzuthun; es gelang ihm durch die Geſtänd⸗ niſſe von Geneviéve, welche ſeine Unwiſſenheit in Bezie⸗ hung auf die Pläne ihres Gatten bewieſen. Es gelang ihm durch die Flucht von Dirmer; es gelang ihm beſon⸗ ders durch das Intereſſe von Fouquier⸗Tinville, der ſeine Verwaltung rein von jedem Flecken erhalten wollte.

Buͤrger, ſagte der Greffier, indem er ſich ihm zu Füßen warf,verzeihe mir, ich habe mich täuſchen laſſen. 3