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da war, um Dein Denunciantengewerbe im Großen trei⸗ ben zu können. Klage an, Simon, klage an, hier bin ich.“
„Meiner Treue, ja,“ ſagte Simon mit ſeinem häß⸗ lichen Gelächter,„Du kommſt zu rechter Zeit. Dieſer,“ rief er,„iſt der ſchöne Maurice Lindey, der zugleich mit der Tochter Tiſon angeklagt wurde, aber ſich herausgezo⸗ gen hat, weil er reich iſt!“ feilern die Laterne! an die Laterne!“ ſchrieen die Mar⸗ eiller.
„Hollah! verſucht es doch ein wenig,“ ſagte Maurice.
Und er trat einen Schritt vor und ſtach, gleichſam um ſich zu verſuchen, mitten auf die Stirne einen von den hitzigſten Schlächtern, den das Blut ſogleich blendete.
„Mörder!“ rief dieſer. 4
Die Marſeiller ſenkten ihre Piken, ſchwangen ihre Aerte, ſpannten ihre Gewehre, die Menge ſtob erſchrocken auseinander und die zwei Freunde blieben vereinzelt und wie eine doppelte Zielſcheibe allen Schlägen und Stößen ausgeſetzt.
Sie ſchauten ſich mit einem letzten Lächeln an, denn ſie erwarteten von dieſem Wirbel von Flammen und Eiſen, der ſie bedrohte, verſchlungen zu werden, als ſich plötzlich die Thüre des Hauſes, an das ſie ſich anlehnten, öffnete und ein Schwarm von jungen Leuten im Frack, zu der Claſſe derjenigen gehörend, welche man die Muscadins nannte, jeder mit einem Säbel bewaffnet und ein paar Piſtolen im Gürtel, auf die Marſeiller losſtürzte, wonach ein furchtbarer Kampf begann.
„Hurrah,“ riefen gleichzeitig Lorin und Maurice, durch dieſe Hülfe wiederbelebt und ohne zu bedenken, daß ſie, in den Reihen der Ankömmlinge kämpfend, die Anklage von Simon rechtfertigten.„Hurrah!“.
Doch wenn ſie nicht an ihr Heil dachten, ſo dachte ein Anderer für ſie daran; ein kleiner junger Mann von fünf und zwanzig bis ſechs und zwanzig Jahren, mit blauem Ange, der unabläſſig mit großer Geſchicklichkeit und uner⸗ hörtem Eifer mit einem Sappeurſäbel dreinſchlug, von


