dem man hätte glauben ſollen, ſeine Frauenhand wäre
nicht im Stand, ihn aufzuheben, wandte ſich, als er wahrnahm, daß Maurice und Lorin, ſtatt durch die Thüre zu fliehen, die er abſichtlich offen gelaſſen zu haben ſchien, an ſeiner Seite kämpften, zu ihnen um und ſagte leiſe:
„Flieht durch dieſe Thüre; was wir hier machen, geht Euch nichts an, und Ihr gefährdet Euch vergebens.“
Plötzlich, als er ſah, daß die zwei Freunde zögerten,
rief er Maurice zu:
„Zurück, keine Patrioten mit uns, Municipal Lin⸗ dey, wir ſind Ariſtokraten.“
Bei dieſem Namen, bei der Kühnheit, die ein Menſch
beſaß, eine Eigenſchaft hervorzuheben, welche in jener eit einem Todesurtheile gleichkam, ſtieß die Menge ein
gewaltiges Geſchrei aus.„
Doch der blonde junge Mann und drei bis vier von ſeinen Freunden trieben, ohne über dieſes Geſchrei zu er⸗ ſchrecken, Maurice und Lorin in den Gang, deſſen Thüre ſich hinter ihnen ſchloß; dann warfen ſie ſich wieder in das Gemenge, das noch durch das Herannahen des Hen⸗ kerkarrens vermehrt wurde.
So wunderbar gerettet, ſchauten ſich Maurice und Lorin erſtaunt, geblendet an.
Doch ſie begriffen, daß keine Zeit zu verlieren war und ſuchten einen Ausgang.
Dieſer Ausgang ſchien abſichtlich bereit zu ſein; ſie traten in einen Hof und fanden im Hintergrunde dieſes Hofes eine kleine Geheimthüre, welche nach der Rue Saint⸗ Germain l'Aurerrois ging,
In dieſem Augenblick kam über den Pont au Change eine Abtheilung von Gendarmen, welche bald den Quai gefegt hatten, obgleich man von der Querſtraße, wo ſich die zwei Freunde befanden, einen Augenblick den Lärm eines hitzigen Kampfes hörte.
Sie gingen dem Karren voran, der die arme Heloiſe nach der Guillotine führte. 4 „Im Galopp!“ rief eine Stimme,„im Galopp!“


