18
Zeit vor dieſer Thüre in ſeinem Spaziergang inne und
richtete Fragen an den Willfährigen. „Und Du ſagſt, Bürger Ageſilaus, Dein Herr ſei dieſen Morgen weggegangen?“ „Ohl mein Gott, ja.“ „Zu ſeiner gewöhnlichen Stunde?“ „Zehn Minuten früher, zehn Minuten ſpäter, ich kann es nicht genau ſagen,“ „Und Du haſt ihn ſeitdem nicht wieder geſehen?“ „Nein, Bürger.“ Lorin ging wieder einige Male ſtillſchweigend auff g und ab, blieb dann abermals ſtehen und fragte: 1 „Hatte er ſeinen Säbel?“ li „Ohl wenn er nach der Section geht, hat er ihn immer.“
„Und Du biſt ſicher, daß er nach der Section ge⸗ gangen iſt??. il „Er hat es mir wenigſtens geſagt.“
„Dann will ich ihn aufſuchen,“ ſprach Lorin.„Sollten wir uns kreuzen, ſo ſagſt Du ihm, ich ſei hier geweſen U und werde wieder kommen“ lIa „Warten Sie,“ verſetzte Ageſilaus. „Warum?“ „Ich höre ſeinen Tritt auf der Treppe.“ ar 3„Glaubſt Du?“ w „Ich bin deſſen gewiß.“ pd 2 In der That, beinahe in demſelben Augenblick öffnete ſich die Zimmerthüre und Maurice trat ein. A Lorin warf einen raſchen Blick auf Maurice; als er nichts Außerordentliches an ihm wahrnahm⸗ ſagte er: lu „Ah! endlich biſt Du hier, ich erwarte Dich ſeit zwei Stunden.“ „Deſto beſſer,“ verſetzte Maurice lächelnd,„Du haſt jur dadurch Zeit gehabt, Deine Diſticha und Reime vorzube⸗ reiten“ 5 ü
„Aber, mein lieber Maurice,“ ſprach der Improvi⸗ ſator,„ich mache keine mehr.“
4


