Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 5.-8. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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wenn es die Königin iſt, ſo verbiete ſie den Henkern, meine Tochter zu tödten... ſie begnadige meine arme Heloiſe... die Könige begnadigen... Auf! gib mir mein Kind zurück, und ich werde Dich als Königin anerkennen... bis dahin biſt Du nur eine Frau, und zwar eine Frau, welche Unglück bringt, eine Frau, welche tödtet!..

Ah! haben Sie Mitleid, Madame, rief Marie Antoinette;ſehen Sie meinen Schmerz, ſehen Sie meine Thränen...

Nachdem ſie ſo geſprochen, ſuchte Marie Antoinette vorüberzugehen, nicht mehr in der Hoffnung, zu fliehen, ſondern maſchinenmäßig und um dieſer furchtbaren Be⸗ ſeſſenheit zu entgehen.

Ohl Du kommſt nicht vorbei, brüllte die Alte;Du willſt fliehen, Madame Veto... ich weiß es wohl, der Mann mit dem Mantel hat es mir geſagt; Du willſt zu den Preußen... Du ſollſt nicht fliehen, fuhr ſie fort, indem ſie ſich an den Rock der Königin anklammerte;ich werde Dich daran verhindern, ich! an die Laterne mit Madame Veto! zu den Waffen, Bürger! Vorwärts... daß ein unreines Blut...

Und die Arme gekrümmt, die grauen Haare zerſtreut, das Geſicht purpurroth, die Augen ganz mit Blut unter⸗ laufen, ſiel die Unglückliche rückwärts und riß ein Stück von dem Kleid ab, an das ſie ſich angeklammert hatte.

Im höchſten Maße beſtürzt, aber wenigſtens von der

Wahnſinnigen befreit, wollte die Königin nach dem Garten entfliehen, als plötzlich ein furchtbares Geſchrei, vermiſcht mit Gebelle und begleitet von einem ſeltſamen Lärmen, die Nationalgarden, welche von dieſer Scene angezogen die Königin umgaben, ihrer Betäubung entzog.

Zu den Waffen! zu den Waffen! Verrath! rief ein Mann, in welchem die Königin an ſeiner Stimme den Schuſter Simon erkannte.

Bei dieſem Mann, der, den Säbel in der Hand, die Schwelle der Hütte bewachte, bellte der kleine Black wie wüthend. 1