Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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ſie nicht über die Mauer entflieht; denn wenn das ge⸗ ſchieht, laſſe ich Euch Allen den Kopf abſchlagen.

3 Dieſer Scherz des Bürger General wurde mit einem Ausbruch homeriſchen Gelächters aufgenommen.

Und nun, da Ihr es wißt, guten Tag, ſprach Santerre.Ich gehe in den Convent. Es ſcheint, man hat Roland und Barbarour wiedervereinigt und es han⸗ delt ſich darum, ihnen einen Paß für die andere Welt auszufertigen.

Es war dieſe Neuigkeit, was den Bürger General in ſo luſtige Laune verſetzte.

Santerre entfernte ſich im Galopp.

Das Bataillon, welches von der Wache abkam, ver⸗ ließ den Temple hinter ihm. Endlich traten die Muni⸗ cipale ihren Platz den Neuangekommenen ab, welche die Inſtructionen von Santerre in Beziehung auf die Königin erhalten hatten.

Einer von den Municipalen ging zu Marie Antoi⸗ nette hinauf und überbrachte ihr dieſe Entſcheidung.

Die Königin dankte dem Municipal und bemerkte, indeß ſie ihm dankte, daß ihre Tochter erröthete und ihre Schwägerin im Geiſte Gott gedankt hatte.

Oh! dachte ſie, während ſie durch das Fenſter zum Himmel emporſchaute,ſollte Dein Zorn ruhen, o Herr, ſollte Deine furchtbare Rechte müde ſein, auf uns zu laſten? Ich danke, mein Herr, ſprach ſie zu dem Municipal mit dem reizenden Lächeln, das Barnave in das Verderben ſtürzte und ſo viele Menſchen wahnſinnig machte,ich danke 1

Dann wandte ſie ſich zu ihrem kleinen Hunde um, der ihr auf den Hinterpfoten nachhüpfte, denn er erkannte an den Blägfen ſeiner Gebieterin, daß etwas Außerordent⸗ liches vorging, und ſagte:

Vorwärts, Black, wir gehen ſpazieren.

Der kleine Hund ſing an zu kläſſen und zu ſpringen; er ſchaute den Municipal an, denn er begriff ohne Zwei⸗ ſel, daß von dieſem Manne die Nachricht kam, welche