Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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mäß. Seine Ankunſt wurde gewöhnlich durch die Trom⸗ meln, welche herausſchlugen, und durch den Eintritt des neuen Bataillon und der neuen Municipale, welche die⸗ jenigen ablöſten, deren Wache ſich endigte, verkündigt.

Als Santerre das abgehende Bataillon und das auf⸗ ziehende Bataillon inſpicirt hatte, als er ſein plumpes Pferd mit den unterſetzten Gliedern im Hofe des Temple hatte paradiren laſſen, hielt er einen Augenblick an: dies war der Moment, wo diejenigen, welche ihn ſprechen

wollten, ihre Forderungen, ihre Anzeigen oder ihre Bit⸗

ten an ihn richteten Der Municipal benützte dieſen Halt, um ſich ihm zu nähern.

Was willſt Du? fragte Santerre mit barſchem Tone.

Bürger, antwortete der Municipal,ich komme im Auftrage der Königm.

Was iſt das, die Königin? unterbrach ihn San⸗ terre.

Ahl es iſt wahr, ſprach der Municipal, ſelbſt er⸗ ſtaunt, daß er ſich hatte hinreißen laſſen.Was ſpreche ich denn? Bin ich ein Narr? Ich komme, um Dir von Madame Veto zu ſagen...

So iſt es gut, verſetzte Santerre,ſo verſtehe ich Dich. Nun, was willſt Du mir ſagen? Laß hören!

Ich will Dir ſagen, daß die kleine Veto krank iſt, wie es ſcheint, aus Mangel an Luſt und Bewegung

Nun, iſt die Nation hieran Schuld? Die Nation hat ihr den Spaziergang im Garten erlaubt, ſie hat es ausgeſchlagen, guten Abend!

Gerade das iſt es, ſie bereut es jetzt, und fragt, ob Du ihr erlauben wolleſt, daß ſie herabgehe.

Dagegen erhebt ſich keine Schwierigkeit. Ihr hört es, Ihr Leute? ſagte Santerre ſich an das ganze Ba⸗ taillon wendend.Die Witwe Capet wird herabkommen, um im Garten ſpazieren zu gehen. Die Sache iſt ihr von der Nation bewilligt: doch nehmt Euch in Acht, daß