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an. Der Bürger Lindey ſpricht von einem Sträußer⸗ mädchen, auf das er ſein Verbrechen abladen will, doch ich ſage Euch zum Voraus, das Sträußermädchen wird ſich nicht finden; es iſt ein Complott von einer Geſell⸗ ſchaft von Ariſtokraten, welche ſich, die feigen Burſche, den Ball einander zuwerfen. Ihr habt übrigens geſehen, daß ſich der Bürger Lorin bereits aus dem Staube ge⸗ macht hatte, als man in ſeine Wohnung kam. Nun, er wird ſich ebenſo wenig finden, als das Sträußermädchen.“
„Du haſt gelogen, Simon,“ rief eine wüthende Stimme,„er wird ſich wiederfinden, denn hier iſt er.“
Und Lorin brach in den Saal ein.
„Platz gemacht,“ rief er, die Zuſchauer auf die Seite ſtoßend,„Platz!“
Dieſer Eintritt von Lorin, der auf eine ganze natür⸗ liche Weiſe, ohne Manier, ohne eine Abſichtlichkeit, nur mit der dem Charakter des jungen Mannes inwohnenden Kraft 4 und Trenherzigkeit geſchah, brachte die größte Wirkung auf die Tribunen hervor, welche Beifall zu klatſchen und bravo zu rufen anfingen. 3
Maurice begnügte ſich zu lächeln und ſeinem Freunde die Hand wie ein Menſch zu reichen, der ſich geſagt hatte: „Ich bin ſicher, daß ich nicht lange allein auf der Bank der Angeklagten bleiben werde.“ 4
Die Zuſchauer betrachteten mit einer ſichtbaren Theil⸗ nahme die zwei hübſchen jungen Leute, welche wie ein auf die Jugend und auf die Schönheit eiferſüchtiger Dämon der Schuhflicker des Temple anklagte.
Dieſer gewahrte den ſchlimmen Eindruck, der auf ihm zu laſten anfing, und entſchloß ſich, einen letzten Schlag u thun. 3 1 hana er, brüllte er,„ich verlange, daß die edel müthige Bürgerin Tiſon gehört werde. Ich ver unge, daß ſie ſpreche. Ich verlange, daß ſie anklage. 4
„Bürger,“ ſagte Lorin,„ich verlange, daß zuvor die 57* junge Blumenhändlerin, welche man verhaftet hat und


