Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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Sie liebte den jungen Mann, ſie liebte ihn mehr, als es ſich für eine Frau geziemte, welche nicht ſich an⸗ gehörte. Es war für ſie ein Mittel, Gott ihre Seele rein und fleckenlos zurückzubringen, wie ſie dieſelbe von ihm erhalten hatte.

Vor dem Hauſe trennten ſich Morand und Dirmer. Dirmer ging nach der Rue de la Corderie, Morand lief nach der Rue des Nonandières.

Als der Letztere an das Ende des Pont Marie kam, erblickte er die Menge der Müßigen und Neugierigen, welche ſich während oder nach einem Ereigniſſe auf dem Platze aufſtellen, wo dieſes Ereigniß ſtattgefunden hat, wie die Raben ſich auf einem Schlachtfeld verſammeln.

Bei dieſem Anblick blieb Morand ſtehen; ſeine Beine wichen unter ihm, er war genöthigt, ſich auf das Ge⸗ länder der Brücke zu ſtützen.

Nach einigen Minuten erlangte er wieder die wun⸗ derbare Gewalt, die er bei großen Veranlaſſungen über ſich ſelbſt hatte, miſchte ſich in die Gruppen, fragte und erfuhr, man habe zehn Minuten vorher in der Nue des Nonandières Nro. 24. eine junge Frau feſtgenommen, welche ſicherlich des Verbrechens ſchuldig ſei, deſſen man ſie angeklagt, denn man habe ſie überraſcht, wie ſie mit dem Einpacken ihrer Habſeligkeiten beſchäftigt geweſen.

Morand erkundigte ſich nach dem Club, in welchem das Madchen verhört werden ſollte. Er erfuhr, daß man ſie vor die Mutterſeetion geführt, und begab ſich ſogleich dahin..

Der Club war vollgepfropft von Menſchen. Doch durch Ellenbogenſtöße und Fauſtſchläge gelang es Mo⸗

rand, auf die Tribune zu ſchlüpfen. Das Erſte, was er erblickte, war die hohe Geſtalt, das edle Antlitz und die verächtliche Miene von Maurice, der vor der Bank der Angeklagten ſtand und mit ſeinem Blick den perorirenden Simon niederſchmetterte.

Ja, Bürger, ſchrie Simon,ja, die Bürgerin Tiſon klagt den Bürger Lindey und den Bürger Lorin