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„„Sie hat Dir doch ein Zeichen gemacht,“ verſetzte LCorin. 8
4„Warum iſt ſie denn dieſen Morgen Sträußermäd⸗ chen?“ fragte Arthemiſe ſich ſelbſt.
„Du geſtehſt alſo, daß Du ſie kennſt, Arthemiſe?“
„Ja,“ antwortete Arthemiſe,„es iſt eine Blumenhaͤnd⸗ lerin, der ich zuweilen abkaufe.“
„In jedem Fall,“ ſagte Lorin,„in jedem Fall hat dieſe Blumenhändlerin ſonderbare Manieren, um ihre Waaren abzuſetzen.“
Nachdem Beide zum letzten Male die Blumen ange⸗ ſchaut hatten, welche bereits die hölzerne Brücke erreichten und einen neuen Antrieb von dem Flußarme erhielten, der unter ihren Bögen durchläuft, ſetzten ſie ihren Weg nach
der Rapée fort, wo ſie unter vier Augen zu Mittag zu ſpeiſen gedachten. 1
Dieſer Vorfall hatte für den Augenblick keine Folge. Nur prägte er ſich, da er ſeltſam war und einen geheim⸗ nißvollen Charakter bot, in die poetiſche Einbildungskraft von Lorin ein..
Die gegen Maurice und Lorin gerichtete Anzeige der Frau Tiſon erregte einen großen Laͤrmen im Club der Jacobiner und Maurice erhielt im Temple von der Ge⸗ meinde die Nachricht, ſeine Freiheit ſei von der öffentlichen Entrüſtung bedreht. Es war dies eine Aufforderung an den jungen Municipal, ſich zu verbergen, wenn er ſchuldig wäre. Doch man fand ihn auf ſeinem Poſten, als man kam, um ihn zu verhaften. 3
Maurice wurde auf der Stelle verhört. 88
Während er feſt bei ſeinem Entſchluſſe blieb, keinen von ſeinen Freunden, deren er ſicher ſein konnte, in den Proceß zu verwicheln, forderte Maurice, der nicht der Mann war, ſich lächerlicher Weiſe durch das Stillſchweigen wie ein Romanheld zu opfern, eine Unterſuchung gegen das Sträußer⸗ mädchen.
Es war fünf Uhr Abends, als Lorin nach Hauſe zu⸗


