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1 Verſe getröſtet und war, wie es dieſer Vers ſagte, zu
Arthemiſe gegangen. Arthemiſe war entzückt, als ſie Lorin kommen ſah.
Das Wetter war herrlich; ſie ſchlug einen Spazier⸗ gang die Quais entlang vor, der auch angenommen wurde.
Sie folgten dem Kohlenhafen, plauderten über Po⸗ litik, Lorin erzahlte ſeine Austreibung aus dem Temple und ſuchte zu errathen, welche Umſtände dieſelbe veran⸗ laßt haben konnten, als ſie, die Höhe der Rue des Barres erreichend, ein Sträußermädchen erblickten, das wie ſte am rechten Ufer der Seine hinaufging.
„Ah! Bürger Lorin, Du wirſt mir hoffentlich einen Strauß ſchenken,“ ſagte Arthemiſe. 4
„Wie!“ verſetzte Lorin,„zwei, wenn es Dir ange⸗ nehm iſt.“ 1
Und Beide verdoppelten ihre Schritte, um die Blumen⸗ händlerin einzuholen, welche ſelbſt ihren Weg mit ſehr raſchem Schritt verfolgte.
Bei dem Pont Marie blieb das Mädchen ſtehen, neigte ſich über die Brüſtung und leerte ſein Körbchen in den Fluß.
Die einzelnen Blumen wirbelten einen Augenblick in der Luft. Durch ihr Gewicht hinabgezogen ſielen die Sträuße etwas ſchneller, dann folgten Sträuße und Blu⸗ men auf der Oberfläche ſchwimmend dem Laufe des Flußes.
„Halt!“ ſagte Arthemiſe, die Blumenhändlerin betrach⸗ tend, welche ein ſo ſeltſames Gewerbe trieb;„man ſollte glauben... aber ja... aber nein... aber doch.. ohl was das ſonderbar iſt!“
Die Blumenhändlerin legte einen Finger auf ihre Lippen, als wollte ſie Arthemiſe bitten, ſie möge ſchweigen, und verſchwand.—
„Was iſt es denn?“ ſagte Lorin;„kennſt Du dieſe ſterbliche Göttin?“
„Nein. Ich glaubte Anfangs, doch ich täuſchte mich ſicherlich.“


