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„Ohl es iſt Einer dabei, welchen zu bekommen von großer Wichtigkeit wäre, der Anführer, ein magerer, langer Menſch, der unter die Leute der Wache durch einen der Municipale vom Dienſt eingeführt wurde. Hat uns der Schurke laufen gemacht! Doch er wird eine Hinterthüre gefunden haben und durch die Madelonnettes entflohen ſein.“
Unter allen andern Umſtänden wäre Maurice bei den Patrioten geblieben, welche über dem Heile der Republik wachten; doch ſeit einer Stunde war die Liebe für das Vaterland nicht mehr ſein einziger Gedanke. Er ſetzte alſo ſeinen Weg fort, die Neuigkeit, welche er erfahren, zerſchmolz allmälig in ſeinem Geiſte und ſie verſchwand unter dem Ereigniß, das ihm begegnet war. Uebrigens waren dieſe angeblichen Entführungsverſuche ſehr häufig geworden, die Patrioten ſelbſt wußten, daß man ſich der⸗ ſelben bei gewiſſen Veranlaſſungen als politiſcher Mittel bediente, weshalb dieſe Nachricht dem jungen Republikaner keine große Unruhe einflößte..
Als Maurice nach Hauſe kam, fand er ſeinen Will⸗ fährigen: zu dieſer Zeit hatte man keine Bedienten mehr; Maurice, ſagen wir, fand ſeinen Willfährigen, der ihn erwartete und in der Erwartung eingeſchlafen war und im Schlafe vor Unruhe ſchnarchte.
Er weckte ihn mit allen Rückſichten, die man ſeines Gleichen ſchuldig iſt, ließ ſich ſeine Stiefeln ausziehen, ſchickte ihn weg, um nicht in ſeinen Gedanken geſtört zu ſein, legte ſich zu Bette und entſchlummerte, da es ſpät und er jung war, trotz aller Gedanken, welche ſeinen Geiſt durchkreuzten.
Am andern Morgen fand er einen Brief auf ſeinem Nachttiſch.
Dieſer Brief war von einer zarten, zierlichen, unbe⸗ kannten Schrift. Er betrachtete das Siegel, es hatte als Deviſe nur das einzigliche Wort: Nothing, Nichts.
Er öſſnete den Brief, er enthielt nur folgende Worte:
„Dank!“
„Ewige Erkenntlichkeit gegen ein ewiges Vergeſſen!“


