Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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IV. Sitten der Zeit.

Als Maurice Lindey wieder zu ſich kam und umher⸗ ſchaute, ſah er nur düſtere Gäßchen, welche ſich rechts und links hinzogen; er ſuchte zu forſchen, zu erkennen, doch ſein Geiſt war verwirrt; die Nacht war duſter, der Mond, der einen Augenblick früher vorgetreten, um das reizende Geſicht der Unbekannten zu beleuchten, hatte ſich wieder hinter Wolken verborgen. Nach einem Augenblick grau⸗ ſamer Ungewißheit ſchlug der junge Mann den Weg nach ſeinem Hauſe ein, das in der Rue du Roule lag.

Als Maurice in die Rue Sainte⸗Avoie kam, ſtaunte er über die Menge der Patrouillen, welche in dem Quar⸗ tiere des Temple kreiſten. 4

Was gibt es denn, Sergent? fragte er den An⸗ führer einer ſehr geſchäftigen Patrouille, welche die Rue des Fontaines durchſucht hatte.

Was es gibt? verſetzte der Sergent;mein Officier, man hat in dieſer Nacht die Frau Capet und ihr ganzes Geniſte entführen wollen.

und wie dies?

Eine Patrouille von Ci⸗devant, welche ſich, ich weiß nicht wie, das Loſungswort verſchafft hatte, war in der Tracht von Chaſſeurs der Nationalgarde in den Temple gedrungen und ſollte ſie entführen. Derjenige, welcher den Corporal vorſtellte, nannte zum Glück den Officier der Garde, als er mit ihm ſprach, mein Herrz ſo hat ſich der Ariſtokrat ſelbſt verkauft! 3

Teufel! rief Maurice.Und man hat die Ver⸗ ſchwörer feſtgenommen?

Nein; die Patrouille erreichte die Straße und zer⸗ ſtreute ſich von da aus. Hat man Hoffnung, dieſe Burſche einzufangen?