Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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Ohl mein Herr, erwiederte ſie,was Sie da thun, iſt ſehr ſchlimm.

Nicht wahr, Madame, es fehlte mir nur noch das Laſter, undankbar zu ſein?

Ich bitte Sie, mein Herr... mein Freund, verlaſſen Sie mich nicht ſo, ſprechen Sie, was wünſchen Sie, was verlangen Sie?

Nicht wahr, um bezahlt zu ſein? verſetzte der junge Mann voll Bitterkeik.

Nein, ſprach die Unbekannte mit einem bezaubernden Ausdruck,aber um mir das Geheimniß zu vergeben, das ich gegen Sie zu bewahren genöthigt bin.

Als Maurice in der Dunkelheit dieſe ſchönen, beinahe thränenfeuchten Augen glänzen ſah, als er dieſe warme Hand in ſeinen Handen zittern fühlte, als er dieſe Stimme hörte, welche beinahe zum Tone der Bitte herabgeſunken war, ging er plötzlich vom Zorn zu einem Gefuhl der Begeiſterung über.

Was ich verlange? rief er,ich verlange, Sie wiederzuſehen.

Unmöglich. 3

Wäre es nur ein einziges Mal, eine Stunde, eine Minute, eine Secunde.

Unmöglich, ſage ich Ihnen.

Wie! fragte Maurice.Sagen Sie mir im Ernſt, daß ich Sie nie wiederſehen werde 2

Nie! antwortete die Unbekannte wie ein ſchmerz⸗ liches Echo.

Oh, Madame, Sie ſpotten meiner offenbar, ſprach

aurice.

Und er erhob ſein edles Haupt und ſchüttelte ſeine langen Haare nach der Weiſe eines Mannes, der einer Gewalt entkommen will, die ihn unwillkührlich umfeſſelt hält.

Die Unbekannte ſchaute ihn mit einem unbeſchreib⸗ lichen Ausdruck an. Man ſah, daß ſie nicht ganz dem Gefuhl entgangen war, das ſie einfloßte.

Der Chevalier von Maiſon⸗Rouge. I. 3