Teil eines Werkes 
Der Chevalier von Maison-Rouge : Episode von 1793 : 1.-4. Bändchen (1847) Le Chevalier de Maison-Rouge
Entstehung
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einmal den Namen ſeiner Freundin weiß, und dem dieſe Freundin ihre Wohnung verbirgt, ohne Zweifel aus Furcht vor der Unannehmlichkeit, ihn wiederzuſehen.

Die junge Frau neigte das Haupt und antwortete nicht.

Madame, fuhr Maurice fort,wenn ich ein Ge⸗ heimniß errathen habe, ſo dürfen Sie mir deßhalb nicht grollen, ich trachtete nicht darnach.

Ich bin an Ort und Stelle, mein Herr, ſprach die Unbekannte.

Man war vor der Rue Saint⸗Jacques, welche von hohen, ſchwarzen Häuſern eingefaßt, von dunkeln Gängen und von Gäßchen durchzogen war, in denen Lohgerber und ähnliche Handwerker ihre Geſchäfte betrieben, denn zwei Schritte daran läuft das kleine Flüßchen Biévre.

Hier? ſagte Maurice,hier wohnen Sie?

Ja.*

Unmöglich!

Es iſt dennoch ſo. Leben Sie wohl, mein braver Ritter, leben Sie wohl, mein edler Beſchützer!

Leben Sie wohl, Madame, erwiederte Maurice mit einer leichten Ironie;aber ſagen Sie mir, um mich. zu beruhigen/ daß Sie keine Gefahr mehr laufen.

Keine.

Dann entferne ich mich. 7

Und Maurice machte eine kalte Verbeugung und wich zwei Schritte zurück.

Die Unbekannte blieb einen Augenblick auf demſel⸗ ben Platze. 4Ich möchte nicht gern ſo von Ihnen Abſchied neh⸗ men, ſagte ſie,geben Sie mir Ihre Hand, Herr Maurice.

Maurice näherte ſich der Unbekannten und reichte ihr ſeine Hand.

Er fühlte, daß ihm die junge Frau einen Ring an den Finger leten ließ.

Ohl ohl was machen Sie denn da? Sie bemerke nicht, daß Sie einen von Ihren Ringen verlieren?