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um Euch in ihrem Auftrage zu ſagen, Ihr wiſſet wohl, daß Ihr keiner Audienz bedürfet und zu jeder Stunde des Tages und der Nacht unangemeldet bei ihr eintreten fönnet.“
„Ich danke, Madame, und werde von der Erlaubniß Gebrauch machen.“
„Wie?“ rief Frau von Tourville.„Ihr wollt Euch in dem Zuſtand, in welchem Ihr Euch befindet, hinaus⸗ wagen?“
„Seid unbeſorgt, Madame,“ erwiederte die Vicom⸗ teſſe;„ich fühle mich vollkommen wohl.“
„Und Ihr kommt?...“
„In einem Augenblick.“
„Ich werde die Frau Prinzeſſin von Euerer Ankunft benachrichtigen.“
Und Frau von Tourville entfernte ſich, wie ſie ge⸗
kommen war, nachdem ſie der Vicomteſſe eine ceremoniöſe Verbeugung gemacht hatte. Die Kunde von dieſem uner⸗ warteten Beſuche brachte, wie man ſich leicht denken kann, eine große Wirkung an dem kleinen Hofe hervor; die Lage der Vicomteſſe hatte ebenſo allgemeine als lebhafte Theil⸗ nahme eingefloͤßt, denn es billigte entfernt nicht Jeder⸗ mann das Benehmen der Frau Prinzeſſin unter den jüng⸗ ſten Umſtänden. Die Neugierde ſteigerte ſich daher auf den höchſten Grad: Officiere, Ehrendamen, Höflinge füll⸗ ten das Cabinet von Frau von Condé, welche nicht an den zugeſagten Beſuch glauben wollte, denn noch am Tage
vorher hatte man den Zuſtand von Claire als beinahe ver⸗ zweifelt geſchildert.
Plötzlich meldete man die Frau Vicomteſſe von Cambes.
Claire erſchien.„
Beim Anblick dieſes wachsbleichen, marmorartig kal⸗ ten, unbeweglichen Geſichtes, deſſen hohle, von einem
dunkeln Kreiſe umgebene Augen nur noch einen Funken, Der Franenkrieg. II. 15


