Teil eines Werkes 
Der Frauenkrieg : 7.-8. Bändchen (1846)
Entstehung
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Canolles fühlte den Druck des Strickes und ver⸗ doppelte ſeine Schmähungen; wollte er zu rechter Zeit getödtet werden, ſo hatte er keine Minute zu verlieren. In dieſem äußerſten Momente ſchaute er umher, aber überall ſah er nur flammende Augen und drohende Waffen.

Ein Menſch allein, ein Soldat zu Pferde, zeigte ihm ſeine Muskete.

Cauvignac! es iſt Cauvignac! rief Canolles ſich mit ſeinen beiden Händen, die man nicht gebunden hatte, an die Leiter anklammernd.

Cauvignac machte demjenigen, welchen er nicht hatte retten koͤnnen, mit ſeinem Gewehre ein Zeichen und ſchlug auf ihn an. 3

Canolles verſtand ihn und rief, mit einer Bewegung des Kopfes: 5

Ja, ja.

Nun haben wir zu erzählen, wie Cauvignac hier⸗ her kam. 3

XVI.

Wir haben Cauvignac von Libourne abgehen ſehen und wiſſen, in welcher Abſicht er abging.

Als er zu ſeinen von Ferguzon befehligten Soldaten gelangte, hielt er einen Augenblick an, nicht um Athem zu ſchöpfen, ſondern um den Plan auszuführen, den ein ſo raſcher Ritt ſeinem erfindungsreichen Geiſte zu bilden geſtattet hatte.

Zuerſt hatte er ſich geſagt, und zwar mit ſehr viel Vernunft, wenn er nach dem, was vorgefallen war, vor der Frau Prinzeſſin zu erſcheinen wagte, ſo würde die Frau Prinzeſſin, welche Canolles, gegen den ſie nichts

Der Frauenkrieg. Iu. 14